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Wolbecker Gymnasiasten forschen im Mint-Camp

Der Natur auf der Spur

Münster-Wolbeck

Die graue Theorie in der Praxis erproben, das konnten Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Wolbeck: Sie nahmen an einem Mint-Camp am Großen Heiligen Meer in Hopsten teil und erfuhren Wissenswertes über die Heidelandschaft, den Erdfallsee und Fledermäuse.

Unter der Leitung von Lehrer Dr. Carsten Trappmann (3.v.r.) forschten neun Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Wolbeck am Großen Heiligen Meer in Hopsten. Foto: Pressemitteilung

Die Theorie der naturwissenschaftlichen Unterrichte vor Ort in der Natur praxisnah zu erfahren und auf die Probe zu stellen, diese Gelegenheit hatten nun Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Wolbeck. Denn die Schule hat ein Mint-Camp unter der Leitung von Lehrer Dr. Carsten Trappmann und Markus Essers, Mint-Beauftragter des Gymnasium Wolbeck, am Großen Heiligen Meer in Hopsten organisiert.

„Mint“ steht für die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Neun Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Wolbeck forschten dazu bei sonnigem Herbstwetter in dem Naturschutzgebiet. Am Vormittag erkundeten sie das Gelände unter der Leitung von Carsten Trappmann, der den Schülern die Besonderheiten der Heidelandschaft näherbrachte. Als passionierter Naturwissenschaftler verstand er es, verschiedene Bereiche aus Biologie, Chemie und Physik geschickt zu verknüpfen, sodass den Schülern sowohl die Besonderheiten des Erdfallsees als auch die des Heidebodens nahegebracht wurden.

Bestimmung von Flora und Fauna per App

Natur erleben war das zentrale Ansinnen dieser Exkursion, heißt es in einer Pressemitteilung des Gymnasiums. So wurde den Schülerinnen und Schülern auch eine App vorgestellt, mit der es möglich ist, nahezu jede europäische Pflanze und jedes europäische Tier durch ein einfaches Foto zu bestimmen.

Das Bemerkenswerte: Die Daten werden von Wissenschaftlern überprüft und genutzt, um den Standort und die Lebensräume der Lebewesen zu ermitteln und zu kartieren. Durch diese App wurden Gymnasiasten sozusagen Teil der Wissenschaft, denn während ihres Einsatzes haben sie 70 verschiedene Lebewesen mit der App aufgespürt.

Am Nachmittag machte sich die Gruppe auf, um Fledermauskästen zu untersuchen, denn dort finden heimische Fledermäuse, die ihren Lebensraum rund um das Heilige Meer haben, tagsüber ihren Unterschlupf. Ein besonderer Höhepunkt war der Fund einer Fransenfledermaus. Diese scheuen, nachtaktiven Tiere aufzuspüren und in der freien Natur zu beobachten, sei für die Schüler ein besonderes Erlebnis gewesen.

„Die Exkursion hat sicherlich dazu beigetragen, den Forschersinn der Schülerinnen und Schüler zu wecken und die Theorie aus der Schule in die Praxis umzusetzen“, heißt es in der Pressemitteilung abschließend.

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