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Versammlung des Förderkreises Achatiushaus

„Die Kosten in Altersheimen explodieren“

Münster-Wolbeck

Auf der Sitzung des Förderkreises am Achatius-Haus ging es um viele Themen: Etwa den Bedarf an mehr Ehrenamtlichen, den Fachkräftemangel und einen im kommenden Jahr bevorstehenden Wechsel an der Vereinsspitze.

Von Andreas Hasenkamp

Die Förderkreisvorsitzende Barbara Hoebink-Johann an der Seite von Vorstandsmitglied Stefan Burkötter: „Der Verein steht gut da.“ Foto: anh

So viele Teilnehmer wie nie zählte die Mitgliederversammlung des Förderkreises Achatiushaus. Und ein beherrschendes Thema war der Bedarf an noch mehr Menschen – Ehrenamtlichen und Angestellten nämlich. Barbara Hoebink-Johann unterstrich bei der Versammlung den Bedarf für verschiedene Tätigkeiten. So möchte das Achatiushaus das wieder gestartete Café von zwei auf drei Nachmittage ausdehnen.

Der Förderkreis finanziert unter anderem Seniorenbegleitung, Musiktherapie, einen Begleit-Hund und Musik-Clowns. Teils erfordert dies aber ergänzende angestellte Kräfte des Hauses.

Die Vorsitzende des Vereins, seit der Gründung 2004 im Amt, sagte, sie werde „im nächsten Jahr nicht mehr dafür kandidieren“. Hoebink-Johann stellte den Finanzbericht vor. Stefan Burkötter resümierte für den Verein mit seinen derzeit 227 Mitgliedern im Blick auf die Rücklagen: „Der Verein steht gut da.“

Der Personal-Markt sei klein

Für den Sozialdienst der Senioren des Achatiushauses unterstrich Andrea Hellgermann wachsende Personal-Knappheit. Noch werde man dem Stellenschlüssel für die 66 Bewohner in Junger Pflege und im Bereich Senioren gerecht, aber der Markt sei klein. Man bemüht sich auch in Kasachstan. Hoffnung setzt man auch hier auf die Fachkräfte für Pflegeassistenz. Sie übernehmen die grundpflegerische Versorgung von kranken Menschen, Senioren oder Menschen mit Behinderung. „Davon brauchen wir mehr.“

FSJler würden „ganz, ganz toll mithelfen“, betonte der Vorstand. Das Achatiushaus führe keine „Warteliste“ mehr, spreche dagegen von „Interessenten“. „Es werden nicht alle einen Platz bekommen.“ Außerdem: „Die Kosten in Altersheimen explodieren.“

Hellgermann dankte dem Förderkreis, der das Angebot für die Bewohner deutlich erweitere. „Was der Förderverein für unser Heim leistet, ist wirklich immens. Das Leben wäre ohne ihn weniger bunt, weniger lebenswert.“

Der Förderkreis sucht nach Optionen, Bewohnern mehr kleine Ausflüge in die Umgebung zu erleichtern, insbesondere den Nutzern von Rollstühlen. Auch dazu bedarf es engagierter ehrenamtlicher Kräfte.

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