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Bildungszentrum Gartenbau und Landwirtschaft

„Die Türen der Weiterbildung stehen weit offen“

Münster-Wolbeck

Endlich wieder eine Freisprechung in Präsenz: In der Aula des Bildungszentrums Gartenbau und Landwirtschaft Münster-Wolbeck wurden nach erfolgreicher Ausbildung Gärtnerinnen und Gärtner freigesprochen.

Von Andreas Hasenkamp

Diskussion mit Azubis statt Festvorträgen: Podiumsdiskussion mit Bernd Heide, Olaf Cordes, Gerrit Ahrens, Corinna Henkel, Alina Schmitt und Moritz Dirks (v.l.). Foto: Andreas Hasenkamp

Sie haben ihre Prüfung bestanden, nun sollen sie sich weiterbilden: „Die Türen der Weiterbildung stehen weit offen“, so die Botschaft an die freizusprechenden Gärtnerinnen und Gärtner von Josef Mennigmann, Präsident des Verbandes für Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NRW.

Wie vielfältig die Bildungswege sind, verdeutlichten mehrere Festredner in der Aula des Bildungszentrums Gartenbau und Landwirtschaft Münster-Wolbeck. Dass einmal die „Ausbildung den Stellenwert eines Studiums hat“, wünschte sich der Kreisgärtnermeister des Kreises Warendorf, Reinhard Bertels – und erntete starken Applaus. Er freute sich, wieder eine Freisprechung in Präsenz zu erleben, „nach zweieinhalb Jahren Corona-Pause“.

Unterschiedliche Wege

125 Prüflinge verzeichnete die Berufsschule im Sommer und Winter, aus den Bereichen Produktionsgärtner sowie Garten- und Landschaftsbau. Vor dem Studium verpflichtend eine Ausbildung machen – das war eine spontane Idee von Olaf Cordes vom Wilhelm-Emmanuel-von-Ketteler-Berufskolleg.

Dass der Weg auch umgekehrt verlaufen kann, zeigte die Azubi-Vertreterin am Berufskolleg, Alina Schmitt: Sie habe zuerst studiert, dann die Gärtnerausbildung gewählt, im Bereich Produktion.

Mit allem zufrieden waren die Podiumsteilnehmer nicht: Schmitt wünschte sich für ihren Bereich zum Beispiel eine bessere Abstimmung zwischen Schule und Betrieb bei den Ausbildungsinhalten. Mancher Information habe man „hinterher rennen“ müssen.

Digitalisierung als Herausforderung

Olaf Cordes vom Berufskolleg stimmte der Kritik zu, verwies allerdings auf das Problem, jeweils passgenau abzustimmen. Gern hätte er mehr Personal – ein Wunsch, dem sich von Betriebsseite Corinna Henkel, von der Gärtnerei Wissing in Senden anschloss.

Die Digitalisierung bleibt eine Herausforderung. Dirks beklagte, dass zu Beginn der Pandemie ein halbes Jahr mehr oder weniger ausgefallen sei. Da regte aus dem Publikum Gregor Ingenhorst, Leiter des Berufskollegs, an, doch durch die Betriebe oder Azubis für Endgeräte zu sorgen – wozu der Unternehmer Gerrit Ahrens sogleich ein Bekenntnis abgab: Wenn nötig, tue er das umgehend.

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