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Denkmal erhält einen eigenen Orden

Doppeltes Küsschen für den Ziegenbock

Münster-Wolbeck

Ein Hippenmajor, der zweimal am Ziegenbock-Denkmal am Marktplatz hinaufklettert? Das gab es eigentlich noch nie, doch die Pandemie macht es möglich. „Ein Novum, aber ganz schön“, so Martin II. Graß und hatte noch eine Überraschung im petto.

Von Andreas Hasenkamp

Der Hippenmajor Martin II. Graß und die Jugendhippenmajorin Rieke l. Westenberg würdigten das Ziegenbock-Denkmal dankbar. Foto: Andreas Hasenkamp

Einiges war anders bei dieser Bockbesteigung der Wolbecker Karnevalisten zum Sessionsauftakt. Nicht das Wetter, ohnehin ihnen meist wohlgesonnen, nicht die Menge der Karnevalisten (wie immer beachtlich), nicht das klingende Spiel des Spielmannszugs der Freiwilligen Feuerwehr, nicht die Erinnerung an „Pewo“ und die verstorbenen Hippenmajoren, deren Namen Wilbernd Jäger als Senatssprecher der KG ZiBoMo verlas.

Anders war dagegen, dass es „Wiederholungstäter“ gab: „Wir danken euch und euren Familien, dass ihr uns in diesem Jahr noch einmal zur Verfügung steht.“ Das war an den Hippenmajor gerichtet, Martin II. Graß, und an die Hippenmajorin Rieke I. Westenberg, schon 2021 im Amt.

Die Jugendhippenmajorin ist mittlerweile volljährig

Dieser Hippenmajor stieg schon 2021 die Leiterstufen zum Denkmal des Wappentiers der Karnevalsgesellschaft empor, diesmal umso flüssiger. Zum zweiten Mal: „Auch ein Novum, aber ganz schön“, so Martin Graß. Auffälliger noch: An seiner Seite stand hoch oben eine Jugendhippenmajorin, die inzwischen volljährig ist. Ihr blieb der letzte Satz vorbehalten, die Session mit einem lauten Ruf einzuläuten: „Hipp hipp, meck meck“.

Martin II. war zuvor in Münster gewesen – „man kann allen anmerken, wie euphorisch die Karnevalisten sind“. „Die Rahmenbedingungen sind nicht ganz so kritisch wie im vergangenen Jahr und deshalb freue ich mich sehr auf das, was kommt.“ Die Karnevalisten mögen ein „Karnevalsfest haben, wie sie es schon lange nicht mehr erlebt haben“.

Das Ziegenbocksdenkmal sah anders aus. Zu seinem 64. Dienst-Jubiläum hing ihm zunächst nur ein Strick um den Hals, Jäger verkündete, der Bock werde zum „Ehrenmitglied auf Lebenszeit“ ernannt, dann hängte ihm der Hippenmajor einen Orden um – eine Version von des Hippenmajors Orden, von Gönnern dem Bock gestiftet. Die bleiben anonym, der Hippenmajor sagte Dank. Und hoffte, dass der Orden möglichst lange hängen bleibt.

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