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Nach 20 Jahren Hoffen und Kämpfen freut sich der VfL Wolbeck jetzt auf seinen Kunstrasenplatz

„Ein Stück weit euphorisch“

Münster-Wolbeck

„Wir sind gerade in der Ausschreibungsphase“, antwortet Uwe Meyer gut gelaunt auf die Frage underer Zeitung, wie weit das Projekt „Kunstrasen“ gediehen ist. „Der erste Spatenstich könnte Ende Juni erfolgen“, fügt der Geschäftsführer des VfL Wolbeck hinzu. „Wenn alles glatt läuft, können die Fußballer nach den Herbstferien auf dem neuen Platz trainieren.“ Wie er die Stimmung momentan beschreiben würde? „Ein Stück weit euphorisch“, erläutert Meyer.

Iris Sauer-Waltermann

Eine Ballwiese befindet sich heute am Twenhövenweg nahe der alten Hofstelle Buddenbäumer. Nach den Herbstferien soll daraus ein Kunstrasenfeld mit Flutlichtanlage entstanden sein. Wenn alles glatt läuft, könnten die Bauarbeiten Ende Juni beginnen. Foto: isa

Mit ihm freuen sich Vorstand wie Aktive des VfL riesig auf den neuen Kunstrasen, für den man rund 20 Jahre lang gekämpft hat. So lange liegen die ersten Seiten des Schriftverkehrs zurück, erläutert Meyer, der sich selbst intensiv mit der Vorgeschichte beschäftigt hat.

Zunächst habe man mit dem Sportamt kommuniziert, 2008 setzte sich der damalige Bezirksbürgermeister Markus Lewe selbst für das Projekt ein. Später habe man Seite an Seite mit Grün-Weiß Amelsbüren gekämpft, dem Verein, der im Jahr 2015 ebenfalls einen Kunstrasenplatz einweihen konnte. „Wir haben viel Überzeugungsarbeit leisten müssen“, so Meyer.

Dabei liege der Bedarf auf der Hand. Rund 600 Mitglieder hat der VfL, allein 12 Jugendmannschaften spielen dort Fußball, dazu kommen die Damen- und Herrenteams. „Insgesamt finden bei uns rund 5000 Fußball-Trainingsstunden im Jahr statt“, erläutert Meyer. Bislang müssen sich alle Aktiven einen Rasenplatz und einen Ascheplatz teilen, nur letzterer hat eine Flutlichtanlage. In den dunklen Monaten waren die Engpässe immens. Immer wieder musste das Training ausfallen.

Dies soll sich nun ändern. Dem VfL steht mit dem neuen Kunstrasenplatz nicht nur ein ganzjährig bespielbares Fußballfeld, sondern auch eine weitere Flutlichtanlage zur Verfügung. „Beides war längst überfällig“, so Meyer. Errichtet wird der Platz auf der „Ballwiese“ neben dem alten Hof Buddenbäumer.

Finanziert wird das Projekt, das fast eineinhalb Millionen Euro kosten soll, zwar weitgehend von der Stadt Münster. Allerdings muss der Verein einen Eigenanteil von 100 000 Euro aufbringen. „Und das, wo uns die Anlage nicht einmal gehört“, gibt Meyer zu bedenken. Die Bezirkssportanlage, die neben den Fußballfeldern noch Leichtathletikbahnen umfasst, stehe vielmehr dem gesamten Südosten der Stadt offen. Neben Wolbeck also auch Angelmodde und Gremmendorf. Auch die Schulen dürfen die Bezirkssportanlage benutzen. „Wir als VfL sind zwar die hauptsächlichen, aber nicht die alleinigen Nutzer“, so Meyer.

Dennoch: „Wir sind sehr froh, dass die Bauarbeiten nun bald beginnen“, so der Geschäftsführer des VfL. Da man selbst als Bauträger auftritt, hoffe man, noch etwas Geld einsparen zu können.

Dankbar ist der Verein den Politikern, allen voran Horst Karl Beitelhoff und Kurt Pölling, die sich stets parteiübergreifend für das Projekt engagiert hätten. Auch viele Privatleute und Firmen hätten den VfL mit Spenden unterstützt. Meyer: „Ohne die hätten wir es nicht geschafft.“

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