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Bleibe für das Werk des Wolbecker Musikers gesucht

Eine Heimat für Tönne Vormann

Münster-Wolbeck

Unverhofft kommt oft: Dem Heimatverein Wolbeck wurde überraschend das gesamte Werk des Wolbecker Barden und Malers Tönne Vormann angeboten. Es gibt nur ein Problem. Wo könnte der Verein diesen Schatz warm und trocken lagern?

Markus Lütkemeyer

Bernhard Karrengarn mit Büchern und Schallplatten von Tönne Vormann: Jetzt hätte er als Vorsitzender des Heimatvereins Wolbeck die Gelegenheit, das gesamte Werk des Künstlers nach Wolbeck zu holen. Es fehlt allerdings ein guter Lagerplatz. Foto: mlü

Zumindest in Reihen der rund 440 Mitglieder wurde bislang kein geeigneter Stellplatz für die Sammlung gefunden. Jetzt wendet sich der Vorsitzende Bernhard Karrengarn an die Öffentlichkeit. „In den vergangenen zehn Jahren ist es leider sehr still um den Wolbecker Liedermacher geworden.“ Ihm liegt daran, dass Tönne Vormanns plattdeutscher Humor und seine plattdeutschen Lieder nicht in Vergessenheit geraten.

Regelmäßig gibt Karrengarn auf seiner Treckebüül Lieder des weit gereisten Barden zum Besten. Mit der großen Sammlung in der Hinterhand ist noch viel mehr machbar – Gemäldeausstellungen, Lesungen oder Vorträge. Einige Freiwillige aus den Reihen des Heimatvereins haben sich bereits gefunden, die über längere Zeit diese Werke verwalten und immer wieder der Öffentlichkeit präsentiert wollen. Weitere Interessenten sind gerne gesehen.

Kontakt

Interessenten melden sich bei Egon Becklas, 02506/2874, Alfons Gernholt, 02506/7273, oder per E-Mail an hubkar@muenster.de

Zur Sammlung gehören zwei Schubladenschränke mit Grafiken und Büchern sowie zahlreiche gerahmte Gemälde und Radierungen. Dazu kommen mehrere Boxen mit persönlicher Post und Schallplatten. Der Galerist Helmut König hat diese Werke von Jochen Leuker übereignet bekommen und von einem Archivar professionell ordnen lassen. Findet sich für diese Sammlung in Wolbeck kein Platz, wird König es einem Archiv in Münster anbieten. „Unsere Sorge ist dann allerdings, dass es dort vor sich hin schlummert und nicht mehr in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden kann – und das wäre wirklich schade“, so Karrengarn.

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