1. www.wn.de
  2. >
  3. Muenster
  4. >
  5. Wolbeck
  6. >
  7. Es gab schon einmal Pläne für den Park

  8. >

Der Alte Friedhof im Entwicklungskonzept Wolbeck-Zentrum

Es gab schon einmal Pläne für den Park

Münster-Wolbeck

Die aktuell diskutierte Neugestaltung des Alte Friedhofs am Steintor war bereits 2012 Gegenstand der Planungen für die Ortskernneugestaltung. Die Ideen damals gingen jedenfalls in eine ganz andere Richtung als die aktuellen Diskussionen.

Der Alte Friedhof neben dem ehemaligen Drostenhofpark soll aufgewertet werden – darüber herrscht bei CDU und FDP sowie SPD weitestgehend Einigkeit, auch wenn es bei den Details letztlich auseinandergeht. Doch tatsächlich gibt es bereits einen alten Ratsentscheid, der sich mit dieser Grünanlage ausein­andersetzt: Das Entwicklungskonzept Wolbeck-Zentrum enthält eine Liste von Vorschlägen zur Ortskerngestaltung, die vom Rat der Stadt Münster 2012 beschlossen wurde.

Allerdings sind die Aussagen zum Alten Friedhof in diesem Papier sehr dünn – und überholt. Abgesehen davon, dass damals niemand die Schließung des Drostenhofparks für die Öffentlichkeit vorhersehen konnte, orientiert sich das Entwicklungskonzept an einem bereits verkehrsberuhigtem Wolbeck. Und dazu ist es bekanntlich auch zehn Jahre später nicht gekommen.

Minikreisverkehr und Stadttor an der Hiltruper Straße

Was also war 2012 die Vision für den Alten Friedhof? In den verschiedenen Arbeitsgruppen und Workshops wurde davon ausgegangen, dass an der Kreuzung Am Steintor/Hiltruper Straße ein sogenannter Minikreisverkehr entstehen wird. Außerdem sollte im Eingangsbereich zum Wigbold, also am südlichen Ende der Hiltruper Straße beim Drostenhof, ein symbolisches „Stadttor“ entstehen. Wohl aus diesem Grund sollte der Friedhofspark eng mit dem Ortskern-Entrée verzahnt werden. So sollte zum Beispiel die Hecke, welche die Grünfläche von der Straße trennt, gekürzt werden.

Die aktuellen Pläne zum Park gehen in eine genau entgegengesetzte Richtung: In dem Antrag von CDU und FDP soll der Alte Friedhof als „Oase der Ruhe“ ganz bewusst vom Straßenlärm isoliert werden.