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SPD kritisiert Informationspolitik in Bezug auf die Schließung des Drostenhofparks

„Es muss Schluss sein mit der Geheimdiplomatie“

Münster-Wolbeck

Der Drostenhofpark ist seit Ende März geschlossen. Jetzt fordert die SPD Informationen dazu, wie es weitergeht.

Iris Sauer-Waltermann

Die SPD Wolbeck fordert Informationen zum Drostenhofpark. Foto: isa

„Wir finden es mehr als erstaunlich, dass so wenig zum Thema Drostenhofpark in die Öffentlichkeit dringt“, erklärte der Vorsitzende des Ortsvereins, Rainer Wagner, bei einem Pressetermin.

Wie berichtet, wurde die vormals öffentlich zugängliche Grünanlage neben dem historischen Drostenhof Ende März vom Eigentümer Benedikt Graf von Merveldt „wegen andauernder Vermüllung“ geschlossen. Bereits im Vorfeld hatten sich Oberbürgermeister Markus Lewe, Bezirksbürgermeister Peter Bensmann und Graf von Merveldt zu einem Gespräch über die Zukunft des Parks getroffen. Über die Inhalte wurde Stillschweigen vereinbart, bis heute drangen keine Einzelheiten an die Öffentlichkeit.

Mit dieser „Geheimdiplomatie“ müsse jetzt Schluss sein, so die SPD. Es müsse Klartext gesprochen werden. „Eigentum verpflichtet, und Graf von Merveldt hat in Bezug auf das Grundstück, das seit über 100 Jahren von den Wolbeckern genutzt wird, auch eine soziale Verantwortung“, erklärt SPD-Mitglied Kurt Pölling. SPD-Ratsfrau Sandra Beer gibt zu bedenken, dass „wegen fehlender Informationen inzwischen die Vermutungen ins Kraut schießen“. „Wozu wird der Park künftig genutzt?“, würden sich die Wolbecker fragen. „Entsteht ein Parkplatz, oder wird das Gelände demnächst zu touristischen Zwecke vermarktet?“

Die SPD Wolbeck habe, auch in Richtung Müllproblematik, eine Anfrage an Dezernent Matthias Peck gestellt, so Sandra Beer. Dieser habe daraufhin bestätigt, dass der Park in der Vergangenheit regelmäßig gereinigt wurde. Bis 2020 seien die Mülleimer wöchentlich geleert worden, seit Beginn der Pandemie wegen zunehmenden Verpackungsmülls sogar zweimal die Woche. Außerdem seien 100 Mal pro Jahr Grasflächen und Wege instand gesetzt und 26 Mal Pflanzen nachgesetzt worden. Auch den Bitten Graf von Merveldts, häufiger zu reinigen und höhere Mietsummen zu zahlen, sei die Stadt nachgekommen.

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