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Schaltkasten verschönert

Friedenstaube am jüdischen Friedhof

Münster-Wolbeck

Ein hässlicher Schaltkasten am alten jüdischen Friedhof war dem Anwohner Peter Rose ein Dorn im Auge. Er regte eine Verschönerung an – nun schmückt eine Friedenstaube das ehemals graue Ungetüm.

Von Markus Lütkemeyer

Der Wandmaler Nick Museler und Anwohner Peter Rose mit dem fast fertigem Motiv. Foto: mlü

Ab 1933 wurden die Wolbecker Juden isoliert, vertrieben, deportiert und ausgeplündert. Nur wenige konnten emigrieren. Fast alle wurden ermordet. Auf dem alten jüdischen Friedhof am Helmut-Pins-Weg erinnern ein Gedenkstein aus Travertin und eine Glas-Stele mit den Namen von 28 jüdischen Mitbürgern an ihr Schicksal.

Doch eine Sache störte den Anwohner Peter Rose schon lange: ein großer, hässlicher Schaltkasten direkt neben der Gedenkstätte. Er wandte sich an den Bezirksbürgermeister Peter Bensmann: Ob sich der Kasten nicht irgendwie verschönern ließe? Bensmann hakte erfolgreich bei den Stadtwerken Münster nach. Die Stadtwerke engagierten daraufhin den Wandmaler Nick Museler – er verzierte den Kasten mit einer Friedenstaube. Rose findet das Motiv gut: „Krieg braucht niemand.“

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