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Einnahmen aus dem 100-Tage-Fest werden gespendet

Grundschule bastelt für Kinder in Mosambik

Münster-Wolbeck

Die Einnahmen aus einem Fensterbasar an der Grundschule Wolbeck-Nord kommen Familien in Afrika zugute. Rund 500 Euro wurden gespendet.

-mlü-

500 Euro haben die Kinder mit Selbstgebasteltem erwirtschaftet – das Geld geht an eine Vor- und Grundschule in Afrika. Foto: mlü

Die Grundschule Wolbeck-Nord gibt es noch nicht so lange, aber dort hat sich bereits eine kleine Tradition entwickelt: 100 Tage nach der Einschulung der neuen Erstklässler wird ein Fest gefeiert. Das 100-Tage-Fest. Mit den Einnahmen werden in diesem Jahr Familien in Mosambik gestärkt.

In der Pandemie musste die Schulgemeinschaft kreativ werden: „Wir haben jede Menge Fenster im Erdgeschoss“, sagt Schulleiterin Christiane Kröger und zeigt auf die vielen Fensterfronten des modernen Neubaus am Grenkuhlenweg. Daraus entstand die Idee, einen corona-konformen Fensterbasar zu veranstalten. Jede Lerngruppe hat 100 Dinge gebastelt: Postkarten, Weihnachtsschmuck, schöne Dinge für den Alltag. Für je 100 Cent wurden sie am Fenster verkauft.

Kontakte zum Verein Nhapúpwè

Fast exakt 500 Euro kamen dabei zusammen – Reinerlös wohlgemerkt: Die Kosten für das Bastelmaterial hat die Schule selbst übernommen. Lange überlegen musste die Schulgemeinschaft nicht, was mit dem Geld geschehen soll: Die Sonderpädagogin Gesine Große Ruse ist Gründungsmitglied des Vereins Nhapúpwè, der sich für mehr Qualität in der Vorschul- und Schulbildung in Mosambik einsetzt. Sie hat über zehn Jahre in Afrika gelebt. Entsprechend gut sind die Kontakte.

Die Vor- und Grundschule Nhapúpwès finanzieren sich durch ein solidarisches Beitragskonzept. Finanziell besser gestellte Familien vor Ort ermöglichen so die Teilnahme von benachteiligten Kindern. Konkret wurden jetzt Lebensmittel für einige bedürftige Familien gekauft. Gesine Große Ruse hat die Fotos bereits in den Klassen herumgezeigt. „Es war schön zu sehen, wie groß das Interesse der Kinder war“.

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