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Immobilienentwickler Grant holt sich Manpower ins Haus

Handlungsfähig und unabhängig

Münster-Wolbeck

Fachkräftemangel und steigende Preise für Baumaterialien: Der Immobilienentwickler Christian Gant hat deswegen in Wolbeck die Phoenix Elektrotechnik GmbH gegründet. Jetzt ist er nicht mehr abhängig von Dienstleistern in dieser Branche.

Der Immobilienunternehmer Christian Grant (Mitte) hat die Phoenix Elektrotechnik GmbH gegründet. Mit seinen zehn neuen Fachkräften, darunter Jan Kortstiege (l.) und Luca Goddemeier (r.), ist er nicht mehr abhängig von Dienstleistern in dieser Branche. Foto: Wirtschaftsförderung Münster

Die Preise für Baumaterialien steigen merklich, qualifizierte Handwerker beziehungsweise Dienstleister sind kaum noch verfügbar. Für einen Immobilienentwickler „ist es klug, sich diese Situation vor Augen zu führen und sich die Ressourcen unter allen Umständen zu sichern“, sagt der Unternehmer Christian Grant aus Wolbeck. Aus diesem Grund hat er jüngst die Phoenix Elektrotechnik GmbH gegründet und sich die Manpower in das Haus geholt.

Der Betrieb sitzt seit Kurzem mit zehn Beschäftigten an der Amelunxenstraße im Gewerbegebiet Östliche Münsterstraße und stellt sich gerade auf. „Das ist ein intelligentes, tragfähiges Modell, um Bauvorhaben ohne große Überraschungen realisieren zu können“, erklärt Enno Fuchs, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Münster GmbH (WFM), in einer Pressemitteilung. „Ohne eine weitsichtige Planung, entsprechende Lagerbestände und stets verfügbare qualifizierte Beschäftigte laufen Projekte zeitlich und finanziell aus dem Ruder. Dieses wirtschaftliche Risiko kann sich kein Kaufmann leisten“, betont auch Phoenix-Geschäftsführer Grant im Beisein von Betriebsleiter Jan-Alexander Kortstiege (26) sowie Kundendienstleiter Luca Goddemeier (23).

Wirtschaftliches Risiko

Die Mittzwanziger sind Teil eines zehnköpfigen und noch relativ jungen Teams, das sich aus drei Elektromeistern, fünf Elektrotechnikern und zwei Elektrotechnikerinnen zusammensetzt. Im kommenden Jahr will Grant zwei weitere Stellen schaffen und mittelfristig auch ausbilden, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

„Die Auftragslage ist gut und bei unseren Kundinnen und Kunden ist guter Rat gefragt“, bestätigt Kortstiege, der schon mit Anfang 20 seine Meisterprüfung abgelegt hat. „Wir alle, Kolleginnen und Kollegen, kommen aus unterschiedlichen Unternehmen mit unterschiedlichen Schwerpunkten in unserer Branche. Das ist von Vorteil“, sagt Christian Grant. Dass zufällig etwa 50 Prozent des Teams auch bei der Freiwilligen Feuerwehr ehrenamtlich engagiert sind, präge das Miteinander und die Zusammenarbeit.

Die räumlichen Voraussetzungen für den Elektrotechnik-Betrieb bietet das Gebäude mit der Hausnummer 62. Es liegt nur wenige Meter entfernt von einem 3000 Quadratmeter großen Grundstück, auf dem der Immobilienunternehmer Grant einen 1600 Quadratmeter großen Hallenkomplex mit Büros, Lager- und Werkstattflächen sowie einem Showroom für Baumaterialien realisieren wird.

Photovoltaik-Anlagen und Elektro-Tankstellen

Dieser Standort soll die 2015 sanierte Firmenzentrale an der Warendorfer Straße, Ecke Pleistermühlenweg, ergänzen. Während die „Planungsleistungen“ dort bestehen bleiben, erfolgen die „Ausführungsleistungen“ laut dem umtriebigen Projektentwickler künftig in der Nachbarschaft der Phoenix Elektrotechnik GmbH. Die Baugenehmigung liege vor, die Statik sei fertig, aktuell würden die Fördermittel für die Photovoltaikanlagen und Elektro-Tankstellen beantragt, dann sollen die Bauarbeiten starten – wünschenswert im Frühjahr.

Zu guter Letzt hat der 55-Jährige vor Jahresfrist auch noch ein drittes Grundstück an der Amelunxenstraße von der Wirtschaftsförderung gekauft. „Das dort entstehende Gebäude wird der Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dienen. Zusätzlich werden hier weitere Lagerkapazitäten für Materialien und Fahrzeuge geschaffen“, erläutert er.

Grant, der deutschlandweit als Bauträger aktiv ist, hat unter anderem Wohnprojekt „Westfalentor“ in Hiltrup an der Westfalenstraße umgesetzt. Nach seiner Auskunft ist das „Westfalentor“ aktuell voll vermarktet.

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