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Kunstrasenplatz Wolbeck:

Jetzt kommt er tatsächlich

Münster-Wolbeck

Der symbolische erste Spatenstich ist bereits über die Bühne gegangen. Am Dienstag rollen die Bagger zum Bau des Kunstrasenplatzes am Brandhoveweg an.

Andreas Hasenkamp

Der symbolische erste Spatenstich will gekonnt inszeniert werden. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Markus Lewe (4.v.l.) machte es den meisten auch sichtlich Spaß. Ab Dienstag geht es dann mit den Baumaßnahmen richtig los. Foto: anh

„Wir bauen für die Stadt Münster ab Dienstag einen Kunstrasenplatz“, sagte der Vorsitzende des VfL Wolbeck, Ralf Deipenwisch. Wer es noch immer nicht so recht glauben wollte, dass die Bezirkssportanlage am Brandhoveweg einen Kunstrasenplatz bekommt, konnte sich am Sonntagmittag überzeugen lassen.

Mitten im Gewusel der „Jugendsportwoche“ fanden sich etwa 40 Menschen zum Spatenstich für den Kunstrasenplatz ein. Zu dem lange sehnlichst erwarteten Baubeginn waren viele der Beteiligten gekommen, aus der Politik der Oberbürgermeister, Markus Lewe, und die Ratsherren für Wolbeck, Horst-Karl Beitelhoff und Marius Herwig, von der Stadt Sportamtsleiter Michael Willnath und die neue Stadträtin Cornelia Wilkens vom Dezernat für Soziales, Integration, Kultur und Sport, von den vielen großen und kleinen Sponsoren Beate Schulze Berge, Filialleiterin der Volksbank in Wolbeck, Sponsorin eines Trikotsatzes für den ganzen Verein – indirekt eine Spende für den Platz.

Nur mit so vielen, die Geld oder Arbeitskraft spenden, könne der Verein mit 600 Mitgliedern ein solches Projekt mit 100 000 Euro Eigenanteil „über die Ziellinie tragen“, so Deipenwisch auch in Richtung des Bauausschusses des Vereins. Der VfL sei für Wolbeck „im wahrsten Sinne des Wortes identitätsstiften“, sagte Lewe, „dafür ein dickes und fettes Dankeschön“.

Zum zweiten dankte Lewe dem VfL wie dem TV Wolbeck ebenso wie anderen Sportvereinen der Stadt dafür, dass sie „in unkomplizierter Weise Flüchtenden ein Stück Zuhause“ gäben. „Wir haben so gute Rahmenbedingungen wie nie, die Herausforderungen zu bewältigen.“

Den Kunstrasen sei der VfL professionell und leidenschaftlich mit Hartnäckigkeit und Engagement“ angegangen. Es zeige, wie viel Leidenschaft die Eltern haben, die wollen, dass es ihren Kindern gut geht“. Zwanzig Jahre ist es her, dass sich die Fußballer des VfL Wolbeck an die Stadt wandten: viele Mannschaften, dafür ein wenig durchgängig bespielbarer Platz.

Dann gewann die Sache Fahrt: Der Vorsitzende Carsten Hessel entdeckte Klaus Glatzel als treibende Kraft, nachdem Glatzel einen stark argumentierenden Leserbrief lanciert hatte, und konnte ihn für ein Amt gewinnen: Der Kunstrasenplatz wurde Projekt des Vereins. Zwei Monate nach der Prinzipalmarkt-Demonstration („das hat schon was bewegt“) saß der Vorsitzende Ralf Deipenwisch im Büro des OB. Auch danach gab es noch „Auf und Ab“.

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