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Tür der Antoniuskapelle ist beim Schreiner

Kein Vandalismus – nur ein neues Schließsystem

Münster-Wolbeck

Die provisorische Tür aus Sperrholz lässt einen Schaden vermuten, doch die Antoniuskapelle bekommt nur ein neues automatisches Schloss. Sie ist weiterhin für Besucher geöffnet.

Wer derzeit auf der Münsterstraße unterwegs ist, fragt sich vielleicht: Gab es erneut Vandalismus an der Anto­niuskapelle? Die notdürftige Tür aus Sperrholzplatten erinnert unweigerlich an einen Vorfall vor ein paar Jahren, als durch einen Steinwurf zwei der Bleiglasfenster beschädigt wurden. Doch hinter der Sperrholztür steckt etwas ganz anderes.

„Die Tür der Kapelle ist derzeit beim Schreiner“, erläutert Wilhelm Runtenberg vom Kapellenverein. Es wird ein neuer Schließmechanismus eingebaut, dann wird die Tür wieder eingesetzt. Vandalismus habe es nicht gegeben, und die Antoniuskapelle sei auch weiterhin für Besucher geöffnet. „Wir bemerken an den Kerzen und den Einträgen in das Gästebuch, dass auch während der Pandemie viele Menschen die Kapelle besuchen“, so Runtenberg.

Das Besondere am neuen Schließmechanismus ist eine Automatik. Zukünftig soll es möglich sein, dass die Tür sich ab einer bestimmten Uhrzeit selbsttätig schließt – und zwar so, dass Besucher der Kapelle nicht eingeschlossen werden, sondern weiterhin hinausgehen können. Andersherum kann sich die Tür morgens automatisch aufschließen. Eine Erleichterung für die Ehrenamtlichen, die ein Auge auf die Kapelle haben.

Finanziert wird das neue Schloss aus Spenden an den Verein. „Wir haben eine ganz einfache Regel: Wenn Geld da ist, machen wir etwas für die Kapelle, und wenn nicht, dann warten wir noch ein wenig. Ein gesunder Haushalt ist uns sehr wichtig“, so Runtenberg.