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Zwei Millionen Euro statt einer Million Euro

Doppelte Kosten für den Brückenneubau am Hofkamp 

Seit dem Frühjahr ist die Wersebrücke am Hofkamp für den Verkehr gesperrt – ein Neubau ist in Planung. Der wird allerdings aus mehreren Gründen deutlich teurer als geplant.

Foto: mlü

Zwei Millionen Euro statt einer Millionen Euro: Die Kosten für den Brückenneubau am Hofkamp in Angelmodde/Gremmendorf verdoppeln sich. Die Bezirksvertretung Südost gab für das Projekt am vergangenen Dienstagabend trotzdem grünes Licht. Bereits seit März ist die bestehende Wersebrücke in der Nähe der Kläranlage Loddenbach wegen Schäden am Tragwerk für den Verkehr gesperrt.

"Golden Gate" braucht Rohstoffe

Aufgrund seiner hohen Pylone wurde die Hängebrücke am Hofkamp stets mit der „Golden Gate“-Brücke in San Francisco verglichen. Der geplante Brückenneubau nimmt sich ebenfalls ein Vorbild an der ikonischen roten Brücke aus den USA, setzt allerdings auf beständiges Stahl statt Holz.

Teurer wird das Projekt aus mehreren Gründen: Aus statischen Gründen wird entgegen der Vorplanung mehr Stahl und Beton benötigt, was – verbunden mit den zwischenzeitlichen Baupreissteigerungen – zu deutlich höheren Kosten führt. Außerdem lassen sich die alten Bohrpfähle nicht wiederverwenden – sie genügen nicht den Anforderungen neuer Normen. Und zuletzt gestaltet sich die Baustellenlogistik aufwendiger als gedacht. Baustart soll im Sommer 2023 sein, alles in allem werden elf Monate Bauzeit veranschlagt.

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