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Erstmals konnte die kfd St. Nikolaus wieder eine Maiandacht feiern

„Maria viel zu schade nur für den Sockel“

Münster-Wolbeck

Die Organisatoren waren voll der Freude: Ihre Maiandacht durfte die Wolbecker kfd in der St.-Nikolaus-Kirche halten.

Andreas Hasenkamp

In den Fürbitten forderten Vertreterinnen der kfd St. Nikolaus „Gleichberechtigung“ statt „Stillstand in der Kirche“ sowie „Aufklärung und Buße“. Foto: Andreas Hasenkamp

Eine Mai-Andacht feierte die kfd am Donnerstag in der St.-Nikolaus-Kirche. Nicht ganz „wie sonst“, aber immerhin – sie fand statt. Anno 2020, in den Anfangsmonaten der Pandemie, gab es in katholischen Gemeinden statt Präsenzveranstaltungen viele Handreichungen, gemeinsam daheim in der Familie zu beten, also „Hauskirche“ zu sein, oder eine Wanderung im kleinen Rahmen anzutreten, versehen mit Texten und Liedzetteln.

Anno 2021 traf man sich nun also wieder in der Kirche. Gemeinsam singen könne man nicht, kündigte Hildegard Rösel an, aber eine kleine Gruppe könne als Chor vorsingen.

Das taten Maria Reisener, Anneliese Mooren, Ingeborg Heuken und Hildegard Rösel, unterstützt von Pastoralreferentin Dorothea Schwering-Günnewig an der Gitarre.

Zu den Texten gehörten auch Fürbitten von Michael Lehmler, der „Sturm“ fordert anstelle des Zelebrierens von „Stillstand in der Kirche“, „Gleichberechtigung“ statt „Ausgrenzung“, „Aufklärung und Buße“, „Großherzigkeit“ und „Freiheit in Jesus“.

Ein Predigtimpuls, verfasst von Michaela Bans, Pastoralreferentin in Hiltrup, griff die Rolle Marias auf, ihr Handeln bei der Hochzeit von Kanaan, als sie Jesus den Impuls gibt, öffentlich zu wirken: „Sie hat an ihn geglaubt, sie hat ihm den Schutz gegeben.“ So sei Maria „eine starke Frau, Mitbegründerin unserer Kirche, viel zu schade für den Sockel“.

Vor den Altar stand eine kleine Statue der Mutter Gottes mit dem Kind – ohne Sockel.

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