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Gleichzeitig an drei Orten

Mega-Flohmarkt für die Ukraine

Münster-Südost

Sachspenden sind nicht mehr gefragt. Die Hilfsorganisationen können Flüchtlingen aus der Ukraine viel besser mit Geld helfen. Eine Wolbeckerin und ihre Tochter hatten daher die Idee, einen Flohmarkt zu organisieren.

Von Markus Lütkemeyer

Mit einem großen Flohmarkt Foto: mlü

Es wird der wohl größte Flohmarkt, den der Stadtbezirk Südost bislang gesehen hat: An drei Orten soll es am 3. April (Sonntag) gleichzeitig Verkaufsstände geben – die Erlöse sind für die Ukraine-Hilfe gedacht.

Ideengeber sind die Wolbeckerin Susanne Theyssen und ihre Tochter Merle. Die Bilder aus dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine lassen sie nicht los. „Wir wollten einfach helfen“, sagt Susanne Theyssen über ihre Motivation. „Und zwar jetzt sofort.“

Die Bilder aus der Ukraine lassen sie nicht los

Der erste Impuls war, eventuell ukrainischen Flüchtlingen eine Unterkunft anzubieten. Doch beim zweiten Nachdenken darüber wurde ihnen klar, dass ihr Zuhause dafür eigentlich nicht so richtig geeignet ist. Vielleicht stattdessen Kleidung oder Spielzeug spenden? Die Hilfsorganisationen winken ab – mit Geld ist derzeit einfach am besten geholfen.

Da kam dem Mutter-Tochter-Gespann die Idee mit dem Flohmarkt. Sie wandten sich an den Bezirksbürgermeister Peter Bensmann. Der ist begeistert: „Ich sitze selber auf vier gepackten Kisten mit Sachspenden, die ich nicht sinnstiftend losbekomme. Wenn die Menschen jetzt aber ihre Sachen stattdessen verkaufen und das Geld spenden, ist den Menschen aus der Ukraine viel besser geholfen.“

Gelegenheit für Schnäppchen

Ein Nebeneffekt: „Vielleicht ist der einen oder anderen Familie, der nicht so viel Geld zur Verfügung steht, mit der Aktion auch geholfen. Auf den Flohmärkten lassen sich bestimmt ein paar Schnäppchen machen.“

Als Schirmherr der Veranstaltung klemmte sich Bensmann an das Telefon und fragte beim Schulamt, der Kirchengemeinde St. Nikolaus Münster und der Stadt Münster um Erlaubnis. „Wir haben jetzt für alle drei Standorte eine Genehmigung.“ Der Flohmarkt soll am 3. April von 9 bis 17 Uhr auf dem Schulhof der Idaschule in Gremmendorf, auf dem Kirchplatz der St.-Bernhard-Kirche in Angelmodde und auf dem Marktplatz in Wolbeck stattfinden. „Eine Standgebühr wird nicht erhoben“, sagt Susanne Theyssen.

Die Einnahmen gehen an den Förderverein Münster-Lublin. Münsters polnische Partnerstadt Lublin liegt nicht weit von der Grenze zur Ukraine entfernt. Dort kommen viele Flüchtlinge aus der Ukraine an. „Da wissen wir ganz genau, dass die Hilfe ankommt. Da haben wir in Münster gute Kontakte“, so Bensmann.

Drei Flohmärkte an drei Orten? Da haben die Organisatoren noch einen Tipp: Das wäre doch die perfekte Gelegenheit für eine Fahrradtour, schlagen sie vor. Sie selbst werden dafür keine Zeit haben: „Ich mache auch einen Flohmarktstand auf“, sagt Bensmann. Susanne und Merle Theyssen sowieso.

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