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„The modern Cello-Piano-Duo“ bot anspruchsvolles Programm

Mit Tempo und Temperament

Münster-Wobeck

Anspruchsvolle Musik, das ist ein Konzept, das sich die Macher von KulturVorOrt auf die Fahnen geschrieben haben. Am Freitagabend ist es wieder in der festlich geschmückten Christuskirche aufgegangen. Mit „The modern Cello-Piano-Duo“ traten Daniel Sorour am Vio-lincello und Clemens Kröger am Flügel auf, die nicht nur Klassik in ihrem Repertoire haben, sondern auch Jazz und die Moderne.

Helga Kretzschmar

Temperamentvoll der Auftakt mit einem spanischen Tanz, dem zwei Stücke von Ludwig van Beethoven folgen sollten. Aus den Versuchen, Variationssätze zu komponieren, wurden Meis-terwerke, wie das über Judas Maccabeus. Bei der dritten Sonate „Allegro ma non tanto“, ein eher lyrisches Werk, gab es einen ausgewogenen Dialog zwischen den beiden Instrumenten Klavier und Cello. Um dann zu dem Romantiker Franz Schubert mit einer Sonate a-moll „Arpeggione“. Die Arpeggione war ein Instrument, dass nur 40 Jahre gespielt und später von Gitarre und Bratsche verdrängt wurde.

Moses-Variationen von Niccolo Paganini, dem Teufelsgeiger, folgten. „Er machte eine Wette, dass er drei Saiten von der Geige abspannt und nur auf der ver-bleibenden spielt.

Höhepunkt des klassischen Abends war sicherlich der „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saens. Eine Komposition, die zeitlebens nicht zur Veröffentlichung gedacht war. Schließlich war sie geschaffen worden, um Politiker zu karikieren. So gab es nach einem besinnlichen Johann Sebastian Bach auch noch eine Zugabe aus der Manegerie der Tiere und als weitere den bekannten Hummelflug von Nikolai Rimski-Korsakow. „Mal sehen, ob wir unter eine Minute kommen,“ so der überragende international erfolgreiche Cellist. Die fast 80 Zuschauer dankten dem Duo mit großem Applaus.

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