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Privat organisiertes Treffen zum neuen Münster-Album

Panini-Tauschbörse schloss viele Lücken

Münster-Wolbeck

Gut 30 Personen kamen zu einem spontanen Termin in die Gaststätte Sültemeyer. Ziel war eine Tauschbörse für Bilder zum Münster-Panini-Album. Eine Wiederholung ist nicht ausgeschlossen.

Von Andreas Hasenkamp

Auch dank der Wolbecker Tauschbörse von Daniel Pecnik (l.) füllte sich das Münster-Album von Annika-Sofie Weichel – fertig ist es noch nicht. Foto: anh

Eine recht spontane Tauschbörse brachte am Donnerstag viele Münster-Fotos in die „Münster-sammelt-Münster“-Alben von Panini. „Einfach hinsetzen, tauschen, und behaltet bitte die Masken auf“, sagt Daniel Pecnik zu einem Duo, das auch gleich neben ihm Platz nimmt und seine Karten auspackt. Um sie herum herrscht reges Treiben, schon sind drei Tische besetzt, bald sogar alle vier im Saal der Gaststätte Sültemeyer. Gut 30 Personen sind gekommen, ein reges Tauschen beginnt.

258 Leerstellen sind zu füllen

Rückblende: Drei Münsteraner hatten dafür gesorgt, dass Ende Januar das Münster-Album im Stil der Panini-Alben auf den Markt kam. Der Wolbecker Daniel Pecnik hatte seit der Jugend bereits solche Bilder gesammelt, zum Thema Fußball: Bundesliga, Weltmeisterschaft, Europameisterschaft. Nun gefiel ihm das Münster Album mit seinen Seiten zu „Die Adler-Träger“ oder „Studieren in Münster“, und er stürzte sich darauf, die 258 Leerstellen mit Bildern zu füllen. So wie hunderte andere in Münster auch.

Was man doppelt hat, kann man selbst nicht gebrauchen – aber tauschen, und ein Mittel dazu sind Facebook-Gruppen. Pecnik surfte, machte Deals, fuhr in Münster herum, um die Bilder einzusammeln, bekam noch ein Bild aus Greven zugeschickt – daran wäre er in den alten Zeiten nicht gekommen, als man noch auf dem Schulhof tauschte. Nach zwei Tagen war er fertig mit dem Album – mit der Geschichte kam er ins Radio.

Solidarisches Sammeln und Teilen

So brauchte er keine Tauschbörse mehr – aber die hatte er schon mit Elisabeth Sültemeyer ins Rollen gebracht. Mit großem Erfolg. Das Münster-Album interessiert Menschen unabhängig von Geschlecht und Alter, so der Eindruck. Pecnik ließ sein volles Album zu Hause - „das ist mir heilig, nicht, dass es wegkommt!“ – brachte aber seine überschüssigen Bilder mit, zum Verteilen, um für andere nach speziellen Bildern zu fragen, zum Beispiel nach Nummer 227, und dann die Ausbeute an Bekannte weiterzureichen.

Ähnlich machte es Thomas Vogt mit seinem Überschuss. Er selbst habe sein Album voll, könne nichts anfangen mit den Dubletten – und außerdem gebe es einige, die Bilder zu erhöhtem Preis handeln wollten. Davon halte er nichts – deshalb sei er da, um Bilder zu verteilen.

Vielleicht landete etwas davon auch bei Annika-Sofie Weichel, einer Schülerin der neunten Klasse aus Hiltrup, die zügig mit dem Sammeln begonnen hatte, nachdem sie in der Zeitung davon gelesen hatte. Über WhatsApp fand sie einige Mitschüler, die auch sammeln, und die Tauschbörse bei Sültemeyer habe viele Lücken gefüllt, sagt sie erfreut.

Ein Teilnehmer fragte, ob die Börse wiederholt würde. Man werde sehen, so Pecnik, aber sicher nicht jede Woche.

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