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ÖWK sorgt sich allerdings um Kostensteigerung

Schulbauprojekt fast am Ziel

Münster-Wolbeck

Sechs Schulen lässt der ÖWK in Nepal bauen – das Projekt ist auf einem guten Weg, und vermutlich schon im Frühjahr ist alles fertiggestellt. Die schlechte Nachricht: Der ÖWK muss weitere 35.000 Euro aufbringen.

„Die Kinder konnten es nicht mehr abwarten und haben die Schulen schon in Besitz genommen, obgleich noch einiges fehlt“, berichtet der Projektleiter Narayan Adhikari. Foto: ÖWK Wolbeck

Das Schulbauprojekt des ÖWK in Nepal ist fast fertiggestellt – allerdings gibt es eine erhebliche Kostensteigerung.

„Fünf der sechs geplanten Schulen östlich von Kathmandu, im Bezirk Karve, sind nahezu fertiggestellt. Bis zum Frühjahr ist alles fertig.“ Das konnte Narayan Adhikari, der örtliche Projektleiter dem Vorsitzenden des Wolbecker ÖWK, Christoph Roer, stolz berichten. „Die Kinder konnten es nicht mehr abwarten und haben die Schulen schon in Besitz genommen, obgleich noch einiges fehlt“, so Adhikari.

Der Start des Projektes im Jahr 2020 war wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht einfach, schreibt der Ökumenische Eine-Welt-Kreis (ÖWK). Bedingt durch den harten Lockdown in Nepal verzögerte sich der Beginn der Baumaßnahmen um fast anderthalb Jahre.

Gestiegene Baukosten und Inflation

Die Schwierigkeiten bei der Beschaffung der Baumaterialien konnten zwar gemeistert werden, ein großes Problem stellen aber die gestiegenen Baukosten und die allgemeine Inflation dar. Die geplanten Kosten des Projekts in Höhe von 687.000 Euro werden voraussichtlich um 125.000 Euro überschritten.

„Der ÖWK ist froh und dankbar, dass zwischenzeitlich das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zugesagt hat, davon 90.000 Euro zu finanzieren“, heißt es in einer Pressemitteilung. Die restlichen Mittel in Höhe von 35.000 Euro müssen vom ÖWK aufgebracht werden. Deshalb sei jede Spende hilfreich.

Mit den Schulbauten leistet der ÖWK einen Beitrag zur Verbesserung der Bildungssituation: Von den 2015 durch das Erdbeben im Bezirk Karve zerstörten 587 Schulen sind immer noch 82 Schulen nicht wieder aufgebaut, da dem Staat dazu die Mittel fehlen. Nepal gehört zu den ärmsten Ländern der Welt.

Durch die Corona-Pandemie hat sich die schwierige wirtschaftliche Situation nochmals verschärft. Wegen des Lockdowns kamen keine Touristen ins Land, und die Rücküberweisungen der im Ausland tätigen Nepali blieben zum großen Teil aus“, berichtet Christoph Roer.

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