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Eichendorffschule

Theaterstück hinterfragt Geschlechterklischees 

Münster-Wolbeck

Müssen Mädchen wirklich immer nur rosa tragen und dürfen Jungen niemals weinen? Ein Theaterstück an der Eichendorffschule hat solche Geschlechterklischees aufgespießt.

Von Markus Lütkemeyer

„Lady Sunshine“ und „Captain Jack“ sind wandelnde Geschlechterklischees – die Theatergruppe Glux betrieb ihre Demontage. Foto: mlü

Zwei Kinder spielen ein brandneues Videospiel, aber die Spielfiguren sind schon etwas eigenartig. „Captain Jack“ sagt immer nur Unsinn wie „Yo, Digger“ und rotzt auf den Boden. Er muss immer vorgehen und den Starken markieren. Die zweite Spielfigur, „Lady Sunshine“, tippelt ausschließlich in rosa Klamotten durch die Welt, ordnet sich gerne unter und ist etwas zickig.

„Na ja, offenbar sind das die Spielregeln“, zucken die beiden Kinder mit den Schultern und spielen erst einmal weiter. Aber muss das so sein? Müssen Mädchen wirklich immer nur rosa tragen und dürfen Jungen niemals weinen? Mit einem Theaterstück an der Eichendorffschule hat die Gruppe „Glux“ die gängigen Geschlechterklischees aufgespießt. Den Schauspielern Franziska Lutz und Joscha Gingold dabei zu zusehen, wie sie sich von normalen Leuten in wandelnde Klischees verwandelten, war eine helle Freude. Geradezu auf Knopfdruck veränderte sich die gesamte Körperhaltung. Gegründet wurde das Kinder- und Jugendtheater Glux von Franziska Lutz und Natasha Kalmbach.

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