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Stadtteilspaziergang des Arbeitskreises „Älter werden in Wolbeck“

Von fehlenden Bänken und Ampeln

Münster-Wolbeck

Die Mängelliste wächst und wächst: Während eines Stadtteilspaziergangs notieren Mitglieder des Arbeitskreiss „Älter werden in Wolbeck“, wo die Defizite sind. Und derer gibt es einige.

Von Andreas Hasenkamp

Schauten in alle Richtungen nach Problemen – besonders im Verkehr (v.l.): Franz-Pius von Merveldt, Horst Saadhoff, Barbara Hoebing-Johann, Natalie Stefanski und Cornelia Höring. Foto: Andreas Hasenkamp

Wo liegen Tücken im Verkehr in Wolbeck? Am Mittwochmorgen regnet es, dennoch trifft sich der Arbeitskreis „Älter werden in Wolbeck“ vor dem Spielzeugladen an der Hiltruper Straße, Sozialberaterin Natalie Stefanski von der Caritas kommt dazu. Vom Arbeitskreis mit von der Partie: Cornelia Höring, Barbara Hoebing-Johann, Horst Saadhoff und Franz-Pius von Merveldt. Sie wollen schauen, wo es gefährlich sein könnte, nicht nur für Ältere. Die Gruppe geht die Hiltruper Straße Richtung der Straße „Petersheide“.

Hier werde wohl eher gefahren als gegangen, fällt Stefanski auf. Einen Radweg gibt es nicht. Hier gilt Tempo 50 – einige zweifeln stark daran, dass alle Autos dies beachten. Einen Anwohner fragt Stefanski, was er sich hier wünschen würde: „Tempo 30 und mehr Parkplätze.“ Lang sei die Straße, resümiert Stefanski, und es gebe keine einzige Querungshilfe. Auch nicht gegenüber dem Durchstich zur Von-Holte-Straße nahe der Bushaltestelle „Hiltruper Straße“, wo ein Weg zum Schulzentrum führt. Auch das notiert Saadhoff – er hat ein Klemmbrett dabei, darauf eine Tabelle, die einige Probleme systematisch erfassen soll, auch Fragen der Beleuchtung. Sitzbänke zum Ausruhen sind ihm ein Anliegen.

An mehreren Stellen stellt die Gruppe fest, dass an Bushaltestellen Bänke fehlen oder ein Überstand – meist auch Platz, um solche aufzustellen. An einer Stelle wäre Platz – aber Stefanski winkt ab: Die Haltestelle liege kurz vor der Endstation der Buslinie.

Saadhoffs Zettel hat sich schon gefüllt, als die Gruppe an der Ampelkreuzung ankommt. Dort fahren Autos vom Markt kommend um die Ecke, die weder Ampel noch Zebrastreifen hat. Das sei gefährlich, meinen alle – da auch Fußgänger, ob mit Rollator oder Kinderwagen, nicht sehen können, ob ein Auto oder Bus kommt. Dort, so Stefanskis Idee, könne ein Sensor eine zusätzliche Ampel nach Bedarf auf Rot schalten.

Die Ergebnisse des Rundgangs werden im Arbeitskreis „Älter werden in Wolbeck“ besprochen und ausgewertet. Anschließend wird sich der Arbeitskreis dafür einsetzen, dass die Mängel behoben werden.

Ende Oktober soll schließlich der nächste Stadtteilspaziergang stattfinden. Diesmal wird der Ortskern rund um den Drostenhof begutachtet.

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