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Altherren des VfL Wolbeck

Wird „Gehfußball“ der neue Trendsport?

Münster-Wolbeck

Wer hätte es gedacht? Sie betrachten sich selbst eine Art „Kaderschmiede“ der Hippenmajore der ZiBoMo. Die Altherren des VfL Wolbeck trafen sich zur Jahreshauptversammlung.

Von Andreas Hasenkamp

Einstimmig zur Wiederwahl von Obmann Rolf Haves ging es bei der Jahreshauptversammlung der Altherren des VfL Wolbeck. Foto: Andreas Hasenkamp

Immerhin 36 Sportler-Beine trafen sich am Wochenende zur Jahreshauptversammlung der Altherren des VfL Wolbeck in der Vereins-Gaststätte Sültemeyer.

Neben dem Altherren-Vorstand mit Obmann Rolf Haves, Geschäftsführer Uwe Meyer, dem stellvertretenden Obmann Sven Weigelt und Schatzmeister Hermann-Josef Ringbeck waren etliche Aktive dabei, ebenso Passive. Stefan Genius etwa, der ins Amt des Kassenprüfers nachrückte. Dazu Martin Thomalla, der Vize des VfL, und Jörg Pöppelbaum, seit April Vorsitzender – und einer, der wieder Geschmack daran gefunden hat, gegen die Kugel zu treten, wenn die Altherren sich montagabends treffen.

Er bat auch um Aufnahme in die Altherren. So wie vier andere – und dem Beitritt eines Weiteren stimmte die Versammlung „auf Vorrat“ zu. Die Altherren nahmen gern auch einen auf, der dem VfL und weiteren Vereinen eng verbunden ist: Der Achatius-Nikolai Bruderschaft und der Karnevalsgesellschaft ZiBoMo – da ist er nichts weniger als Hippenmajor. Martin Graß ist aber auch durch intensive Arbeit im Vorstand des VfL bekannt, dem er bis April angehörte. Die Altherren sind ohnehin als eine Art „Kaderschmiede“ der Hippenmajore der ZiBoMo bekannt.

„2020 – tolles Jahr“, so begann Haves seinen Bericht ironisch. „Gefreut wie Bolle“ habe man sich, als die Altherren wieder zusammenkommen konnten, „unter strengen Hygiene-Regeln“, um nach der ersten Zwangspause „bestmöglichen Fußball zu bieten“. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet und Haves als Obmann wiedergewählt.

„Kaderschmiede“ der Hippenmajore

Neue Altherren sind außer Timmermann Jörg Pöppelbaum, Thomas Richter, Michel Leonhardt und Martin Grass. Dass reichlich Training ausfiel, auch sämtliche Spiele, konnte den Statistik-Beauftragten nicht aufhalten: Oliver Niehaus analysierte die Saison 6. Januar bis 9. März 2020 sowie 8. Juni bis 26. Oktober 2020 in seinem „Meisterkrönung und Statistikbericht Saison 2020“ im „internen Vergleich“ aus 30 Trainingseinheiten, an denen 47 verschiedene Altherren sich beteiligten, 40 davon öfter als dreimal – wobei sie 326 Tore erzielten, im Schnitt 10,9 pro Training und im Maximum 21 bei einem Training. Niehaus selbst trat bei den 30 Trainings 29-mal an. Beim Punktesammeln konnte Niehaus einen Orden an den Zweitplatzierten überreichen: Patrick Timmermann.

„Dorf gegen Heide“

Die nächste Jahreshauptversammlung soll etwa im März 2022 stattfinden. Das Jahr soll auch das Wiederaufleben der üblichen Termine bringen: eine Radtour, das Traditionsspiel „Dorf gegen Heide“ und das Schützenfest – „ich möchte endlich die Kette loswerden“, so der Immer-noch-Schützenkönig Haves.

Zunächst steht am 27. November die Jahresabschlussfeier an, zu der Aktive und Passive mit Partner in die „Kiepe“ eingeladen werden. Ausprobieren wollen die Altherren den „Gehfußball“, auch „Walking Football“ genannt. Den gebe es schon in Alverskirchen und Gievenbeck.

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