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Tanztraining wurde wegen der Corona-Auflagen auf mehrere Wolbecker Sporthallen verteilt

ZiBoMo: Gruppenfoto mit Maske

Münster-Wolbeck

Erstmals daheim in Wolbeck fand am Wochenende das Trainingslager der Tanzgruppen der KG ZiBoMo statt – wegen Corona verteilt auf drei Turnhallen und das Pfarrheim. Wobei das morgendliche Aufwärmen mit Musik, bei dem alle zusammenkommen, im Freien auf dem Schulhof stattfinden sollte. Prompt regnete es – wo Tänzerinnen, Trainerinnen und Betreuerinnen sich doch am Samstag und Sonntag mehrfach durch den Ort bewegen mussten.

Andreas Hasenkamp

Foto: Fotos: anh

Das Gruppenfoto gibt es draußen, noch nieselt es nur; die Masken haben sie auf, die schwarzen mit ZiBoMo-Schriftzug. Bis auf einige erkrankte Tänzerinnen machen alle mit.

Dann geht es (der Regen wird stärker) spontan in die Zweifachhalle – die Zeit drängt, denn nach einer Stunde kommt schon eine andere Gruppe und benötigt einen Teil der Halle. Jana Ebermann gibt hier an der Seite der anderen Trainerinnen Anjela Schulz, Isabel Marxcors und Sarah Breuer den (ziemlich schnellen) Takt an, mit Zumba, eleganten, aber schwierigen Bewegungen – zuallererst glühen die Synapsen, dann die Muskeln. Pylone helfen beim geregelten Abstand. Trotz der Anspannung zeichnet sich auf vielen Gesichtern ein Schmunzeln ab.

Ungern hätte die ZiBoMo das Lager ausfallen lassen – die Kinder und Jugendlichen hatten sich wegen Corona ohnehin kaum gesehen. Teils wurde separat trainiert – via Live-Video waren sie verbunden. Trainingslager gibt es bei der ZiBoMo seit 2004. Da leitete Heike Schapmann die Gruppen, man fuhr nach Goldenstedt. Seit 2009 geht es nach Meppen. Für Blau-Gelb bietet das Wochenende die Gelegenheit, der Choreografie die Hebe-Figuren hinzuzufügen.

Nach dem Aufwärmen schwärmen die Mädchen aus: eine Gruppe bleibt, die anderen gehen in die Turnhallen der beiden Grundschulen. „Wir hoffen, das irgendwas geht“, kommentiert Monika Westenberg, Jugendbeauftragte, die Frage, wo die Tänze denn gezeigt würden. Die Tanzgruppenpräsentation ist abgesagt.

Schon früher, teils um halb acht, begann das Trainingslager-Wochenende für das Näh-Team mit Christa Ebermann, Brigitte Hinkelmann, Eva Wulfers und Susanne Möllers. Schnittmuster liegen über einer Stoffbahn, Nähmaschinen surren. Wulfers näht an silbrigem Stoff für Blau-Gelb: Dieser wird ein berühmtes Sänger-Paar in Szene setzen. Hinkelmann konzentriert sich auf einen Ausschnitt am Zwergen-Kostüm: „Ich bin sehr genau.“ 18 Zwerge sollen ausgestattet werden. Die fertigen Kostüme beweisen, wie elegant das schlicht einfarbige Ergebnis aussieht. Die vier sind gut beschäftigt; später sollen noch einige Tänzerinnen zur Anprobe zu ihnen kommen.

Das Pfarrheim ist zudem Anlaufstelle zum Essen und Chillen für alle Tanzgruppen – aber nicht gleichzeitig. Für die Mittagsstärkung liegen in der Küche zwei Säcke mit je fünf Kilogramm Nudeln; das Unterstützer-Team Andreas Westenberg und Michael Breuer sorgte für zehn Liter Tomatensoße und Würstchen. „Ja, es hat funktioniert“, resümierte Monika Westenberg am Sonntagabend, „es war ein Super-Trainingslager mit Super-Stimmung. Alle waren happy, dass mal wieder alle zusammen waren, ein Hauch von Normalität da war“. Die Hygiene-Regeln hätten die Kinder „bis zur letzten Sekunde“ respektiert. „Ich bin stolz auf meine Mädels.“

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