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Vertragsverlängerung

Mehr Geld für Stadtwerke-Chef Jurczyk

Münster

In Zeiten steigender Energiepreise ist eine Gehaltserhöhung für den Stadtwerke-Geschäftsführer nicht die populärste Entscheidung. Trotzdem ist Münsters Rat diesen Weg gegangen.

Von Dirk Anger

Stadtwerke-Geschäftsführer Sebastian Jurczyk Foto: Stadtwerke Münster

Um Stadtwerke-Chef Sebastian Jurczyk in Münster zu halten, zahlt das städtische Versorgungsunternehmen ihm künftig ein deutlich höheres Gehalt. Dafür hat der Rat am Mittwochabend in nicht-öffentlicher Sitzung mit breiter Mehrheit sein Okay gegeben – lediglich die Fraktion Die Linke und die Internationale Fraktion stimmten nach nach Informationen unserer Zeitung gegen den Aufschlag.

Der 42-jährige Jurczyk, der seit drei Jahren Vorsitzender der Geschäftsführung am Hafenplatz ist, hatte offenbar ein äußerst lukratives Angebot eines Mitbewerbers auf dem Energiemarkt vorliegen. Angesichts der aktuellen Turbulenzen auf den Märkten und zusätzlicher Aufgaben für die Stadtwerke in der Zukunft wollte die Politik ihn nicht ziehen lassen.

Angebot der Konkurrenz deutlich höher

Bisher bezog Jurczyk eine Vergütung aus fixen und variablen Bestandteilen in Höhe von 290.000 pro Jahr, künftig sind es 90.000 Euro mehr jährlich plus ein Zuschlag bei der Altersvorsorge. Der neue Vertrag läuft über sieben Jahre. Er habe sich nicht gegen das Wettbewerbsangebot entschieden, sondern für Münster, erklärte Jurczyk auf nach Nachfrage unserer Zeitung. Im Vergleich zu dem ihm vorliegenden Konkurrenzangebot soll er in Münster trotz der Erhöhung noch deutlich weniger verdienen.

„Unsere Stadtwerke erleben – wie alle anderen – schwierige Zeiten, da brauchen wir Kontinuität und Kompetenz an der Spitze“, betonte Oberbürgermeister Markus Lewe.

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