1. www.wn.de
  2. >
  3. Münster
  4. >
  5. Münster: Gas-Frühwarnstufe ist kein Grund zur Sorge

  6. >

Erdgas

Stadtwerke: Gas-Frühwarnstufe ist kein Grund zur Sorge

Münster

Deutschland bereitet sich auf einen möglichen Gas-Lieferstopp Russlands vor. Die erste Stufe eines Notfallplans greift. Einen Grund zur Sorge sehen die Stadtwerke Münster jedoch nicht.

Die Bundesregierung bereitet sich angesichts des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine auf eine erhebliche Verschlechterung der Gasversorgung vor. Foto: dpa (Symbolbild)

Das Bundeswirtschaftsministerium hat am Mittwoch die Frühwarnstufe im Notfallplan Gas ausgerufen. Das Ministerium sieht konkrete Hinweise dafür, dass sich die Gas-Versorgungslage erheblich verschlechtern kann. Zuvor hatten die europäischen Regierungschefs die russische Forderung abgelehnt, dass Gaslieferungen in Rubel bezahlt werden sollen.

"Die Ausrufung der Frühwarnstufe ändert für die Gas- und Fernwärmekunden in Münster akut nichts. Wir – die Stadtwerke und Stadtnetze Münster – bereiten uns seit Kriegsbeginn vorsorglich auf ein solches Notfallszenario vor", sagt Sebastian Jurczyk, Vorsitzender des Stadtwerke-Konzerns, in einer Pressemitteilung des Unternehmens. "Die Gasversorgung in Münster ist sicher und gesichert."

Haushalte und soziale Einrichtungen sind geschützt

Insbesondere Haushalte und schützenswerte Einrichtungen wie Krankenhäuser oder Pflegeheime gehören nach dem Notfallplan zu den besonders geschützten Gas-Kunden, wie es in der Mitteilung der Stadtwerke weiter heißt. Ihre Versorgung habe Vorrang vor großen Industrieabnehmern. Auch Fernwärmekraftwerke wie das Hafenkraftwerk seien als schützenswert eingestuft und werden weiterhin mit Gas versorgt, so die Stadtwerke.

Die Frühwarnstufe ist die erste von insgesamt drei Warnstufen im Notfallplan Gas der Bundesregierung - Stufe zwei ist die Alarmstufe, Stufe drei die Notallstufe. In der Frühwarnstufe geht es laut einer Erläuterung der Stadtwerke zunächst darum, dass sich die Marktakteure und die Politik auf mögliche Engpässe einstellen und einen gemeinsamen Krisenstab bilden. Das betreffe Gashändler und Lieferanten sowie die Betreiber von Gasfernleitungen und den überregionalen Gasnetzen.

Stadtwerke entscheiden nicht selbst über Maßnahmen

Als lokaler Netzbetreiber in Münster entscheiden die Stadtnetze Münster laut der Mitteilung nicht selbst über Maßnahmen, die die Gasversorgung stabilisieren. Sie können in weiteren Stufen zu Maßnahmen angewiesen werden, die den Gasverbrauch senken - beispielsweise indem sie bei großen industriellen Abnehmern die Gasflüsse drosseln.

Startseite
ANZEIGE