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Unternehmen stellt sich klimaneutral auf

Stadtwerke Münster werden CO²-neutral

Münster

Die Stadtwerke möchten beim Kampf gegen den Klimawandel mit gutem Beispiel vorangehen. Das städtische Unternehmen stellt sich nun klimaneutral auf.

wn

Gemeinsame Anstrengung für weniger CO²: Oberbürgermeister Markus Lewe (Mitte) mit dem Stadtwerke-Geschäftsführungsteam Sebastian Jurczyk (l.) und Frank Gäfgen. Foto: Stadtwerke Münster

Die Stadtwerke Münster haben 2019 erstmals ihre Emissionen aus dem Strom- und Wärmeverbrauch sowie sämtlicher Fahrzeuge und Stadtbusse CO-neutral gestellt. „Um den Klimawandel zu bremsen, möchten wir mit gutem Beispiel vorangehen und hoffen, dass viele Münsteranerinnen und Münsteraner mitmachen“, erklärt Sebastian Jurczyk, Vorsitzender der Stadtwerke-Geschäftsführung.

Das kommunale Unternehmen stellt sich laut Pressemitteilung als erstes städtisches Tochterunternehmen klimaneutral auf. Für Oberbürgermeister Markus Lewe genau der richtige Schritt: „Eine deutliche CO-Reduktion ist erklärtes Ziel der Stadt. Die Stadtwerke leisten dazu nun auch im Hinblick auf ihre eigenen Emissionen einen wichtigen Beitrag.“ Perspektivisch könne er sich das Modell auch für weitere Teile des Stadtkonzerns vorstellen.

Um den eigenen CO-Ausstoß zu neutralisieren, unterstützen die Stadtwerke ein Projekt, das den brasilianischen Regenwald schützt. Zudem investieren sie in den Ausbau erneuerbarer Energien und die Steigerung von Energieeffizienz vor Ort und vermeiden damit Emissionen in Münster und dem Münsterland.

„Unsere Fahrgäste sind in den Stadtbussen damit bei jeder Fahrt klimaneutral unterwegs. Wir machen ein ohnehin klimaschonendes Verkehrsmittel noch umweltfreundlicher“, so Frank Gäfgen, Geschäftsführer Mobilität der Stadtwerke.

Was bisher schon vereinzelt der Fall ist, wird ab 2020 außerdem die Regel: Für die Gebäude der Stadtwerke – vom Verwaltungssitz am Hafen über die Umspannwerke bis hin zu den Leezenboxen – beziehen die Stadtwerke in Zukunft nur noch streng zertifizierten Ökostrom mit dem „Grüner Strom“-Label. Für jede Kilowattstunde verbrauchten Ökostroms fließe Geld in den Ausbau erneuerbarer Energien vor Ort.

„Klimaschutz ist auch eine Gemeinschaftsaufgabe. Daher werden wir ab kommendem Frühjahr Privathaushalten und Unternehmen ein Onlineportal anbieten, auf dem sie ihren CO2-Ausstoß erfassen und kompensieren können“, gibt Sebastian Jurczyk einen Einblick in die weiteren Pläne.

Gewinne möchten die Stadtwerke damit nicht erzielen. Etwaige Überschüsse würden daher für den Klimaschutz verwendet, heißt es.

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