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Batteriezellen-Forschungsfertigung

Start für den ersten Bauabschnitt

Münster

In wenigen Wochen beginnen im Hansa-Business-Park in Amelsbüren die Bauarbeiten für den ersten Bauabschnitt der Fraunhofer Batteriezellen-Forschungsfertigung. Ab 2025 soll dort die Forschungsproduktion im großindustriellen Maßstab möglich sein.

Direkt am Kanal soll die künftige Forschungsfertigung entstehen. Foto: Krause (ARTVISU)

In wenigen Wochen beginnen im Hansa-Business-Park in Amelsbüren die Bauarbeiten für den ersten Bauabschnitt der Fraunhofer Forschungsfertigung Batteriezelle (FFB PreFab). Ab April sollen dort die Bagger rollen. Dies teilten am Freitag das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie sowie das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW mit.

Danach konnte die Landesentwicklungsgesellschaft NRW Urban jetzt die entsprechenden Verträge mit dem Bielefelder Unternehmen Depenbrock Systembau abschließen. Das Unternehmen werde Planung, Genehmigung und Bau des ersten Bauabschnitts verwirklichen. Grundlage hierfür sei die in enger Abstimmung mit der zukünftigen Nutzerin entwickelte Planung. Schon Ende des Jahres 2022 könnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fraunhofer FFB am endgültigen Standort die industrienahen Forschungsarbeiten deutlich ausdehnen, schreibt das Ministerium in seiner Mitteilung.

Besuche von Forschern aus aller Welt

Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart freut sich, dass „mittlerweile mehr als 60 junge Forscherinnen und Forscher in Münster an der Zukunft der Batteriezelle arbeiten. Und auch das große Interesse von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Unternehmen aus aller Welt an diesem ambitionierten Vorhaben zeigt, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind.“ Die FFB sei bereits jetzt ein attraktives Ziel für Besucher aus Wirtschaft und Wissenschaft, zum Beispiel aus Singapur, den USA und der Republik Korea. „Unser Ziel ist es, gemeinsam mit der Industrie eine von Anbietern aus Fernost zunehmend unabhängige, ökologische Batteriezellproduktion in Deutschland und Europa aufzubauen“, so Pinkwart.

Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen erklärte: „Die FFB ist auch deshalb ein so besonderes Vorhaben, weil hier nicht nur in der Fabrik geforscht werden soll, sondern die ganze Fabrik selbst Forschungsgegenstand ist.“ Durch den schrittweisen Aufbau der FFB könnten sich Forschungsaktivitäten kontinuierlich weiter entfalten, neueste Erkenntnisse unmittelbar in den Planungsprozess einfließen und Gebäude bestmöglich am Bedarf der Wissenschaft und Wirtschaft ausgerichtet werden. Ziel des FFB sei eine nachhaltige Zellfertigung.

Aktuell arbeiten bereits rund 60 Beschäftigte an verschiedenen Interimsstandorten im Stadtgebiet an der Zukunft der Batteriezellproduktion. Ab 2025 soll die Produktionsforschung mit Anlagentechnik im großindustriellen Maßstab in Amelsbüren möglich sein.

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