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Klärung durch den Bundesgerichtshof

Strafverteidigerin kämpft gegen eine Fußfessel

Münster

Zwei unterschiedliche Gesetze regeln die Anordnung einer elektronischen Fußfessel für Straftäter. Dass ihr Mandant eine solche nicht hätte tragen müssen, meint Strafverteidigerin Laura P. Nardelli aus Münster. Jetzt liegt dieser Fall beim Bundesgerichtshof.

Dirk Anger

Die elektronische Aufenthaltsüberwachung mithilfe der Fußfessel beschäftigt immer wieder die Gerichte. Foto: dpa (Symbolbild)

Die elektronische Fußfessel ist ihr Mandant inzwischen wieder los. Rechtsanwältin Laura P. Nardelli durfte sie eigenhändig durchtrennen, wie sie erzählt. Doch juristisch gesehen ist dieser Fall damit für die Strafverteidigerin aus Münster längst nicht zu den Akten gelegt – im Gegenteil. "Eine Fußfessel schränkt nämlich nicht unerheblich ein", sagt die Juristin. Und deshalb müsse die Justiz schon ganz genau hinschauen, ob die Anordnung einer solchen Maßnahme zulässig sei.

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