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Politiker reagieren auf Debatte

Streit um Forensik: Mediation als Ausweg?

Münster-Amelsbüren

Die Forensik-Debatte beschäftigt auch münsterische Politiker

Klaus Baumeister

Die SPD-Ratsfrau Doris Feldmann besuchte am Mittwochabend die Bürgerversammlung zur Forensik. Besonders gefiel ihr dabei die „sehr umsichtige Moderation“ des Journalisten Stefan Werding. Das brachte Feldmann auf eine Idee: Nur über den Weg einer „moderierten Begleitung“ kann man nach Ansicht der Ratsfrau den Nachbarschaftskonflikt rund um die forensische Klinik entschärfen. Mit anderen Worten: Feldmann appelliert an die Adresse von Klinikleitung und Anwohnern, sich auf eine Mediation einzulassen.

Auch die Bundestagsabgeordnete Maria Klein-Schmeink (Grüne) gehörte zu den Zuhörern am Mittwochabend. Sie erklärte am Freitag auf Anfrage unserer Zeitung: „Bei aller nachvollziehbaren Angst sollte niemand vergessen,  dass Therapie und Unterstützung der beste Schutz der Bevölkerung sind.“ Die Alexianer hätten in den vergangene fünf Jahren eine gute Arbeitsgeleistet – „sehr verantwortungsbewusst und sorgfältig  therapeutisch und auf der Grundlage eines christlichen Menschenbildes“. Im Vergleich mit anderen Kliniken werde erst richtig sichtbar, wie „beispielhaft“ die Amelsbürener Einrichtg sei. Daher sei es auch legitim, über die Änderung „einer besonderen, einschränkenden Regelung“ zu sprechen.

Auch der CDU-Ratsherr Richard Halberstadt, ebenfalls am Mittwoch präsent, hofft, dass der Gesprächsfaden nicht abreißt. „Die Situation ist schwierig, aber wir brauchen eine tragfähige Lösung.“

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