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Mitglieder setzen sich für Bildungsgerechtigkeit ein

Studenteninitiative lernt digitalen Weitblick

Münster

Die jährliche Reise nach Afrika fällt flach. Doch ansonsten kommt die Studierendeninitiative Weitblick in der Pandemie erstaunlich gut zurecht. Digital geht manches eben schneller - auch der Einsatz für Bildungsgerechtigkeit . . .

Lotta Krüger

Die Studenteninitiative Weitblick hat durch Vereinsspenden schon den Bau von 15 Grundschulgebäuden im westafrikanischen Benin ermöglicht. Foto: Weitblick

Als vor gut einem Jahr die Pandemie ausbrach, stellte sie auch das Vereinsleben der Studierendeninitiative Weitblick Münster auf den Kopf. Der gemeinnützige Verein, der sich seit 2008 für einen gerechten Bildungszugang in Münster und der Welt einsetzt, musste seine Arbeit von heute auf morgen ins Digitale verschieben.

Die wöchentlichen Treffen, die sonst im Juridicum stattfanden, werden seitdem als Video-Calls abgehalten. Doch die Vereinsarbeit findet nicht nur in Münster statt. Neben 16 weiteren Weitblick-Vereinen in Deutschland gibt es auch Projekte im Ausland. Im westafrikanischen Benin etwa fördert Weitblick Münster den Schulbau. 15 Grundschulgebäude sind durch die Vereinsspenden und -arbeit schon entstanden.

Digitale Kommunikation ist oft enger

„Normalerweise reisen jeden März acht Vereinsmitglieder dorthin, um unter anderem das neue Schulgebäude feierlich zu eröffnen und den Grundstein für den nächsten Schulbau zu legen“, so die Vorsitzende Laura Bednarowicz. Auch dieses Event fand erstmals digital statt. „Auch wenn persönlicher Austausch natürlich schöner ist, hat uns die Pandemie wachgerüttelt: Man kann die Kommunikation mit den Partnern viel enger gestalten, indem man häufiger den digitalen Weg nutzt!“

Diese Erkenntnis nimmt der Verein mit aus der Krise. Trotzdem sei es wichtig, einen Mittelweg aus digitaler und analoger Kommunikation zu finden – sowohl mit den Partnern in Deutschland als auch mit denen in Projektländern wie Honduras, Kambodscha und Madagaskar.

Und natürlich mit den münsterischen Vereinsmitgliedern: „Diejenigen, die erst seit letztem Jahr dabei sind, kennen Weitblick bisher nur digital – die wird es völlig umhauen, wenn unsere wöchentlichen Treffen endlich wieder in Präsenz stattfinden können“, glaubt die Vorsitzende.

Bednarowicz ist positiv überrascht, dass der Verein seine stabile Mitgliederzahl von etwa 1000 halten konnte. Dadurch entstanden auch finanziell keine großen Einbußen, sodass alle Projekte weitergeführt werden konnten wie bisher.

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