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Neugestaltung des Berliner Platzes

Studierende geben neue Impulse für den Bahnhofsvorplatz

Münster

Der Berliner Platz vor dem Hauptbahnhof in Münster ist stark frequentiert, aber nicht besonders hübsch. Die Immobilien- und Standortgemeinschaft Bahnhofsviertel will das ändern. Anregungen hat sie sich von Studierenden geholt.

Zeichnungen wie diese entstanden in den vergangenen Wochen, als sich Studierende der Architektur mit einer städtebaulichen Aufwertung des Berliner Plattes beschäftigen.  Foto: Grafik MSA, Luftbild: Google Maps 10.09.21

In den letzten Monaten haben sich Studierende der Münster School of Architecture (MSA) im Rahmen eines studentischen Realisierungswettbewerbs mit einer möglichen Umgestaltung des Berliner Platzes beschäftigt. Initiiert wurde dieser Wettbewerb von der Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) Bahnhofsviertel Münster in Kooperation mit Prof. Joachim Schultz-Granberg, der Stadt Münster und Münster Marketing.

Ziel sei es gewesen, wie es in einer Pressemitteilung der ISG heißt, „die Verweilqualität dieses Transitraumes mitten in der Stadt deutlich zu erhöhen und den Stadtraum durch gestalterische Mittel in den Fokus zu rücken“. In einer Jurysitzung wurden die besten Projektideen prämiert.

Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) Bahnhofsviertel Münster

Die ISG schreibt: „Das Bahnhofsviertel ist die Mobilitätsdrehscheibe der Stadt und der Ort in Münster, an dem alle Formen der Mobilität zusammenkommen. Der Bereich des heutigen Berliner Platzes hat sich über Jahrzehnte zu einem lebendigen Knotenpunkt mit eigenem Charakter entwickelt. Heute ist der Bahnhofsvorplatz mit der gegenüberliegenden Windthorststraße und dem angrenzenden Berliner Platz einer der frequentiertesten Orte in Münster und dient als Dreh- und Angelpunkt zwischen Bahnhof und angrenzender Innenstadt.“

Projektleiter Andreas ­Noack von der ISG macht den Handlungsbedarf deutlich: „Der Berliner Platz ist für ankommende Bus- und Bahnreisende der erste Eindruck von Münster. Als ein sehr belebter Ort am Bahnhof ist er gleichzeitig ein quirliger Transitraum mit unzureichenden Qualitäten und ein langjähriges Sorgenkind der ISG. Der Platz wirkt schnelllebig, ungestaltet und weist eine geringe Aufenthaltsqualität auf.“

Initiative hofft auf neue Impulse für den Berliner Platz

Durch die studentischen Projektideen des Realisierungswettbewerbs erhofft sich die ISG neue Impulse für den Berliner Platz.

Bei dem Wettbewerb erarbeiteten die Studierenden in einer offenen Planungswerkstatt Vorschläge zur Entwicklung des Platzes. Gefragt waren dabei „urbane Interventionen, temporäre Eingriffe, Neuordnungen der Mobilität und bauliche Upgrades – immer mit dem Ziel vor Augen, die Aufenthaltsqualität der Berliner Platzes und Eingangssituation zur Innenstadt zu verbessern“.

„Beachtliche und vorzeigbare Lösungen“

Sechs Projektarbeiten wurden bewertet. „Alle Projekt-entwürfe boten dabei beachtliche und vorzeigbare Lösungen“, freut sich die ISG. Nach einer intensiven Begutachtung und Urteilsfindung wurden drei Arbeiten mit Preisen und Anerkennungen ausgezeichnet. Die Themenvielfalt der Siegerprojekte reichte von nachhaltiger Energieerzeugung und städtebaulichen Akzenten bis hin zu Aktionen im öffentlichen Raum, die zum Mitmachen animieren sollen.

Demnächst sollen die Arbeiten der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Geplant ist dabei, wie es weiter heißt, eine „urbane Intervention“ am Berliner Platz.

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