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Orkan „Friederike“

Sturm sorgt für Debatte im Schulausschuss

Münster

Orkan „Friederike“ vom vergangenen Donnerstag ist längst abgeflaut, aber in den Schulen und unter den Eltern entfacht er stellenweise immer noch einen Sturm der Entrüstung.

Karin Völker

Auf die Martin-Luther-Grundschule im Kreuzviertel ist am Donnerstag eine 25 Meter hohe Kastanie gestürzt. Foto: Matthias Ahlke

Gregor Roloff, sachkundiger Bürger im Schulausschuss und Lehrer am Pascal-Gymnasium, brachte am Ende der Ausschuss-Sitzung am Dienstagabend noch einmal den Unmut über die Vorgehensweise von Schulamt und Bezirksregierung zum Ausdruck.

Seine Kritik: „Der Sturm war absolut vorhersehbar.“ Die Behörden hätten spätestens am Vorabend allgemein schulfrei erteilen müssen, so Roloff. Er berichtete von verärgerten Eltern, die kaum, als sie ihre Kinder zur Schule gebracht hatten, sie schon wieder hätten abholen müssen. Er vermisste eine einheitliche Regelung am Sturmtag: „Manche Schulen hatten nach der zweiten Stunde frei, andere später, andere gar nicht.“

Schuldezernent Thomas Paal

Schuldezernent Thomas Paal verteidigte die Vorgehensweise der Stadt: „Wir würden in Zukunft wieder so entscheiden“, so Paal. Zum einen hätten Feuerwehr und Wetterdienste am Vorabend nicht die höchste Unwetter-Warnstufe verkündet, zum anderen sei der Sturm nicht für den frühen Morgen, wenn die Kinder auf dem Schulweg seien, sondern den späteren Vormittag angekündigt gewesen.

„Nachher ist man immer schlauer“, sagte Schulamtsleiter Klaus Ehling, verteidigte aber ebenfalls die Entscheidung der Verwaltung. „Die meisten Kommunen haben genauso wie wir entscheiden.“ Die am Sturmtag an die Schulen ausgesprochene Empfehlung, die Betreuung der Kinder im Gebäude sicherzustellen, sei richtig gewesen.

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