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Stadtfest-Bilanz 2019

Supersause auch ohne Kaiserwetter

Münster

Mehr als 100.000 Besucher kamen nach Angaben der Veranstalter zum Stadtfest „Münster Mittendrin“ 2019. Allein die Domplatz-Konzerte lockten fast 30.000 Musikfans an. Stadt und Veranstalter betonten am Sonntag, dass sie gerne ihre Zusammenarbeit weiter fortsetzen wollen.

Martin Kalitschke

Ein vielfältiges Programm für Jung und Alt bot die fünfte Auflage des Stadtfests „Münster Mittendrin“. Auch beim Konzert am Samstagabend auf dem Domplatz (großes Bild) stand der Nachwuchs im wahrsten Sinne des Wortes mittendrin. Foto: Matthias Ahlke

Die Bilanz der Stadtfest-Chefin fällt geradezu euphorisch aus: „Die fünfte Auflage von ,Münster Mittendrin‘ war die beste, die die Stadt bislang erlebt hat. Wir haben das Vorjahr noch getoppt“, stellt die Geschäftsführerin der „Münster Mittendrin GmbH“, Ana Voogd, am Sonntagnachmittag fest. An ihrer begeisterten Einschätzung kann auch der gerade erst abziehende Regen nichts ändern: „Ich brauche mindestens zwei, drei Wochen, um das alles sacken zu lassen.“

„Viele Künstler haben zu mir gesagt: Das war eine der größten, tollsten und am besten organisierten Veranstaltungen, die wir je erlebt haben“, so Voogd, die die Besucherzahl auf „mehr als 100.000“ schätzt.

Positive Sicherheitsbilanz

Freitagabend-Topact „Lost Frequencies“, immerhin ein Weltstar, der schon rund um den Globus aufgelegt hat, habe die Atmosphäre auf dem Domplatz gar als „unfassbar“ bezeichnet. Beim Gig der H-Blockx nimmt Voogd gar das Wort „historisch“ in den Mund.

Bereits am Samstag schoben sich Menschenmassen durch die Innenstadt, auch am Samstag war von mittags bis spät am Abend spürbar mehr los als im Vorjahr. Im Biergarten vor St. Lamberti fiel es schwer, einen freien Platz zu finden, auch vor den Musikbühnen jenseits des Domplatzes bildeten sich Menschentrauben. Und nach dem Dauerregen am Sonntagvormittag kehrte pünktlich zum ausverkauften Auftritt von Schlagersänger Roland Kaiser am Sonntagabend das „Kaiserwetter“ zurück.

Positiv fällt auch die Sicherheitsbilanz aus. 36 Besucher mussten am Stadtfest-Wochenende versorgt werden, berichtet Ingo Schild vom Arbeitersamariterbund – 34 wurden ins Krankenhaus eingeliefert, sechs notärztlich behandelt. „Das ist sehr wenig für eine solche Großveranstaltung“, so Schild. Alkohol habe fast keine Rolle gespielt, es mussten vor allem Insektenstiche, Stürze und Fahrradunfälle behandelt werden.

Marke wird zum Selbstläufer

Das Fest verlief aus Sicht der Polizei so friedlich, dass sie gar nicht erst einen Beamten zur Abschluss-Pressekonferenz schickte. Auch die Feuerwehr erlebte ein ruhiges Wochenende, berichtet Einsatzleiter Manfred Spitthoff. Er sprach am Sonntag von einer „Null-Lage“.

Nach Einschätzung von Fritz Schmücker vom Münster-Marketing hat sich nach fünf Jahren die Zusammenarbeit zwischen der Stadt – die offiziell Veranstalter ist – und dem Team von „Münster Mittendrin“ bewährt. „Auch in diesem Jahr lief alles super“, so Schmücker. Zwei weitere Stadtfeste wird „Münster Mittendrin“ auf jeden Fall noch gestalten – das nächste steigt zwischen dem 14. und 16. August 2020, also am ersten Wochenende nach den Sommerferien. Sowohl Schmücker als auch Voogd erklärten am Sonntag, dass sie sich auch eine Zusammenarbeit über 2021 hinaus gut vorstellen können. „Wir sind hochmotiviert und wollen gerne weitermachen“, so Voogd.

Immer mehr werde die Marke „Münster Mittendrin“ zu einem Selbstläufer, betonen die Veranstalter. So gelinge es mittlerweile, Sponsoren zu gewinnen, die sich sonst nur bei Veranstaltungen ab 250.000 Besuchern engagieren. „Das liegt an der hohen Qualität unseres Stadtfestes“, so Münster-Mittendrin-Sprecher Ralf Bövingloh.

Ana Voogd setzt zudem darauf, dass sich das Konzept „Fest plus Festival“ mit großen Konzerten auf dem Domplatz immer mehr bei den Top-Akteuren in der nationalen und internationalen Musik-Szene herumspricht.

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