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Das große Bangen bei der Linken

Süße Speise, bitteres Ergebnis

Münster

In der münsterischen Parteizentrale der Partei Die Linke wurde am Sonntagabend gezittert. Dabei war für Linken-Kreissprecher Jens Feldmann bereits vor dem Wahlabend offensichtlich, dass es zumindest nicht zu einem rot-grün-roten Bündnis im Bund kommen würde.

Von Björn Meyer

Linken-Kreissprecher Jens Feldmann Foto: Björn Meyer

Gedrückte Stimmung herrschte bei Münsters Linken, als die erste Prognose um 18 Uhr über die Bildschirme in der Parteizentrale in der Achtermannstraße flimmerte. 5,0 Prozent – der Einzug in den Bundestag in akuter Gefahr, dazu ein rot-grün-rotes Bündnis in weiter Ferne.

Mit einer derartigen Regierungskonstellation hatten Münsters Linke aber wohl eh nicht gerechnet. Zu oft hätten SPD und Grüne im Vorfeld einer linken Politik widersprochen – und im Gegenzug durchblicken lassen, dass man lieber mit der FDP ein Regierungsbündnis bilden würde, so der neue Kreissprecher Jens Feldmann.

Das schwache Abschneiden bei den Wählern sah Feldmann vor allem im Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Olaf Scholz und Armin Laschet begründet. „Viele wollten einen Kanzler Armin Laschet verhindern und haben daher vermutlich strategisch gewählt“, so Feldmann.

Sawilla vermisst progressive Mehrheit

Kira Sawilla (21), Münsters Direktkandidatin für die Linke, die eigens süße Zimtschnecken für das vegane Büffet mit in die Achtermannstraße gebracht hatte, sprach für Münster von einem engagierten Wahlkampf, bei dem man nicht zuletzt einige junge Menschen an die Politik herangeführt habe. Zu der verpassten Chance auf ein rot-grün-rotes Bündnis sagte Sawilla, es sei schockierend, keine progressive Mehrheit für den Bundestag zu haben.

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