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Agentur für Integration

Teilhabe ohne Vorbehalte

Münster

Teilhabe von zugewanderten Menschen verbessern, Diskriminierung abbauen und eine migrationsgesellschaftliche Öffnung mitgestalten – das will die Agentur für Integration.

Marie Brückmann (Caritas,), Sara Sanhit und Matthias Utech (beide DRK) wollen die Teilhabe von zugewanderten Menschen verbessern, Diskriminierung abbauen und eine migrationsgesellschaftliche Öffnung erreichen. Foto: Caritas

Eine Agentur für Integration? Die Agenturen zielen darauf auf ab, die Teilhabe von zugewanderten Menschen zu verbessern, Diskriminierung abzubauen und eine migrationsgesellschaftliche Öffnung mitzugestalten, heißt es in einer Pressemitteilung von DRK und Caritas.

In Münster teilen sich Matthias Utech, Sara Sanhit (beide Deutsches Rotes Kreuz) und Marie Brückmann (Caritas) diese zunächst abstrakten Aufgaben. Konkret geschieht dies laut einer Pressemitteilung zum Beispiel durch fachliche Vernetzung, die Initiierung und Mitgestaltung von Arbeitskreisen, Bildungs- und Sensibilisierungsarbeit sowie am Bedarf orientierte Angebote in den Stadtteilen.

Mit den Integrationsagenturen wurde im Jahr 2007 ein ambitioniertes Landesprogramm etabliert. Landesweit gibt es 214 dieser Agenturen, wovon 42 sogenannte Servicestellen Antidiskriminierungsarbeit sind (Stand 2021). Träger sind die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrt in NRW.

Von Rassismus betroffene Menschen stärken

„DRK und Caritas sind seit etwa fünf Jahren Teil des Programms und haben in dieser Zeit viele unterschiedliche Angebote und Projekte ins Leben gerufen“, heißt es in der Pressemitteilung. Neben Angeboten, bei denen auch häufig gezielt Ehrenamtliche einbezogen werden, wie bei den Joblotsen oder den Projekten „Sortier‘ Papier“ und „Zuhause Finden“ des DRK sowie dem niedrigschwelligen Sprachkurs und der Formularhilfe der Caritas, sei ein wichtiger Bestandteil der Integrationsagenturen die Netzwerkarbeit in der Stadtgesellschaft und die Beteiligung an Aktionswochen wie den jährlichen Wochen gegen Rassismus.

In den letzten zwei Jahren wurde vor allem die Antidiskriminierungsarbeit verstärkt und vermehrt auch Workshops organisiert, die einerseits ein Bewusstsein für eigene Privilegien schaffen und andererseits von Rassismus betroffene Menschen stärken sollen. So etwa die Caritas-Workshopreihe zu solidarischer Bündnisarbeit oder das DRK-Antidiskriminierungsprojekt „Mund auf, Angst raus“ an der Sekundarschule Roxel, das als Modell an weiteren Schulen der Stadt umgesetzt werden soll. Für die nächsten Jahre haben sich die Integrationsagenturen zum Ziel gesetzt, in einem engeren Austausch mit Migranten-Selbstorganisationen zu sein.

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