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Polizei warnt vor Betrug

Wenn „Europol“ auf dem Handy anruft: Auflegen!

Münster

Ein Anruf von „Europol“? Wer das erlebt, sollte sofort auflegen warnt die Polizei vor einer grassierenden Masche von Trickbetrügern.

Von Karin Völker

Ein Anruf von "Europol"? Vor dieser Betrugsmasche warnt die Polizei Münster aktuell. Foto: dpa (Symbolbild)

Der Anruf kommt von einer unbekannten Handynummer aus dem deutschen Mobilfunknetz, die Stimme am Telefon ist weiblich, klingt eher nach Roboter als nach einem echten Menschen.

Aber alarmierend ist es aufs erste Hören schon, was sie auf Englisch sagt: Die internationale Strafverfolgungsbehörde Europol warne mit diesem Anruf, weil mit der Nummer des Personalausweises Missbrauch getrieben worden sei. „Für weitere Informationen bitte die Eins drücken“.

Betrüger greifen persönliche Daten ab

„Auf keinen Fall“, rät Vanessa Arlt, eine Sprecherin des münsterischen Polizeipräsidiums. Dort haben sich in den vergangenen Wochen vermehrt Menschen gemeldet, die solche Anrufe erhalten haben. Letztere sind – natürlich – eine Masche von Trickbetrügern, wie Arlt klarstellt. Wer die Eins drücke, laufe Gefahr, dass über das Handy sensible persönliche Daten gehackt würden, um sie anschließend für weitere Straftaten zu nutzen.

In Ausnahmefällen sind bei der Europol- beziehungsweise Interpol-Masche auch echte Menschen am Telefon, die die Angerufenen dazu bewegen wollen, Geld zu überweisen. Ganz gleich, wie Europol sich vermeintlich meldet – Vanessa Arlt empfiehlt: „Sofort auflegen.“

Andere Maschen sind bedrohlicher

Im Unterschied zu Anrufen, bei denen meist gegenüber älteren Menschen vorgetäuscht wird, dass ein naher Angehöriger in Not ist und Geld übergeben werden soll, stuft die Polizei die Europol-Masche mit der computergenerierten Stimme als weniger bedrohlich ein. Die Gespräche erreichten keine emotionale Ebene, die Druck erzeuge.

Die Anrufe der Trickbetrüger würden in Regionen Deutschlands wellenweise beobachtet, so die Sprecherin weiter – momentan offenbar in Nordrhein-Westfalen.

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