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Initiative für Geschwindigkeitsbegrenzung

Tempolimit-Mission auf drei Rädern

Münster

Bei Tempo 110 soll Schluss sein! Manfred Schenk will, dass die zulässige Geschwindigkeit auf Autobahnen begrenzt wird. In Münster verlieh er seinem Anliegen nun Ausdruck – akustisch und optisch ziemlich auffällig.

-klm-

Manfred Schenk war mit dem Ape-Fahrzeug für seine Botschaft tageweise in zwölf Städten unterwegs. Foto: klm

Mit seinem dreirädrigen Ape-Fahrzeug und weit wahrnehmbaren Lautsprecherdurchsagen hat ein Mann aus Hagen am Samstagmittag in Münster für Aufmerksamkeit gesorgt. Aus den Boxen auf der Ladefläche hieß es zum Beispiel: „Die Initiative opa-manni.de ist unterwegs, um die Menschheit zu retten.“

„Opa Manni“, wie sich der 63 Jahre alte Sozialarbeiter und Gesetzliche Betreuer Manfred Schenk selbst betitelt, setzt sich für ein Tempolimit von 110 Stundenkilometern auf Autobahnen ein, erklärte er auf Nachfrage. „Die Klimakatastrophe“ habe ihn dazu gebracht, sich für die Umwelt und damit für „die Zukunft seiner Kinder und Enkel“ einzusetzen. „In den Niederlanden habe ich mich auf der Autobahn gewundert, warum alle so entspannt fahren. Das ist so, weil es dort eine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt“, sagte Schenk. „Kohleausstieg, auf Fleisch verzichten – das ist allen zu kompliziert umzusetzen. Aber ein paar Schilder aufzustellen, kostet wenig.“

Und warum Tempo 110? Schenk: „100 macht keiner mit, das bekommt man nicht durch. Aber 110 oder 130 wäre ein Fortschritt. Die Leute fahren ja eh immer etwas schneller als erlaubt“.

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