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Allwetterzoo musste beliebtes Tier einschläfern

Trauer um Shetlandpony „Laura“

Münster

Shetlandpony "Laura" war einer der Lieblinge von Besuchern und Pflegern des Allwetterzoos. Am Montag musste das 26 Jahre alte Pferd eingeschläfert werden.

Von Martin Kalitschke

Shetlandpony Laura lebte 26 Jahre im Allwetterzoo. Am Montag musste das Pferd eingeschläfert werden. Foto: Allwetterzoo

Im Mai 1995 kam Laura auf die Welt – und war von Anfang an einer der großen Lieblinge der Allwetterzoo-Besucher. Nun musste das Shetlandpony eingeschläfert werden. Das Tier war an Krebs erkrankt, zuletzt verschlechterte sich sein Gesundheitszustand zusehends, berichtet Zoo-Sprecher Sebastian Rohling. Eine andere Möglichkeit, so betont er, habe es nicht mehr gegeben.

Im Verlauf der zurückliegenden 26 Jahre dürfte Laura von Zehntausenden gestreichelt worden sein, schätzt Rohling. Das Shetlandpony war die Tochter von „Blümchen“, die dem Allwetterzoo 1992 von einer Privatperson geschenkt worden war. „Blümchen“ ist mittlerweile 32 Jahre alt, lebt noch immer und ist nun das letzte verbliebene Shetlandpony im Zoo.

"Laura" war Teil des Begrüßungskomitees

„Laura kam gerne an den Zaun, um sich ihre Streicheleinheiten abzuholen“, erinnert sich Rohling. Es habe aber auch Tage gegeben, an denen sie nicht in ihrem Bereich vor dem Pferdemuseum anzutreffen war. „Das waren dann jene Tage, an denen sie mit den Tierpflegern durch den Zoo spazierte.“

An besonders vollen Tagen sei Laura immer ein Teil des Begrüßungskomitees gewesen. Gemeinsam mit ihren Pflegern sei sie dann in den Eingangsbereich gegangen, um Kindern und ihren Eltern die Wartezeit bis zum Eingang zu verkürzen. „Da sie im Zoo geboren wurde, kannte sie den Zoo und die Pfleger genau. Jeden Morgen hat sie auf die Pfleger gewartet.“

Sebastian Rohling

Die Entscheidung, das Tier einzuschläfern, habe sich der Zoo nicht leicht gemacht. Pfleger, Tierärzte und Kuratoren seien miteinbezogen worden. „Die Pfleger sind sehr traurig über den Verlust, gerade weil Laura ein sehr zutrauliches Pony war und eine intensive Bindung zu ihnen hatte“, so Rohling.

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