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Holocaust-Überlebende

Trauer um Zeitzeugin Erna de Vries

Sie überlebte in der NS-Zeit das Vernichtungslager Auschwitz – und wurde in den vergangenen Jahrzehnten zur unermüdlichen Zeitzeugin und Mahnerin gegen Antisemitismus und Gewaltherrschaft. Jetzt ist Erna de Vries im Alter von 98 Jahren gestorben.

Erna de Vries (l.) Foto: Björn Meyer

Erna de Vries, Holocaust-Überlebende und in Münster unermüdlich als Zeitzeugin und Mahnerin gegen Antisemitismus und Gewaltherrschaft engagiert, ist am Wochenende gestorben. Dies teilte ihre Familie mit.

Die Inhaberin des Bundesverdienstkreuzes am Bande und Ehrenbürgerin ihrer Heimatstadt Lathen an der Ems hatte noch am vergangenen Donnerstag ihren 98. Geburtstag begangen.

Unermüdliche Mahnerin

Die Tochter einer jüdischen Mutter und eines protestantischen Vaters war in der NS-Zeit mit ihrer Mutter ins Lager Auschwitz verschleppt worden. Befreit wurde Erna de Vries aus dem Frauen-KZ Ravensbrück. Ihre Mutter wurde in Auschwitz ermordet.

Unermüdlich sprach Erna de Vries in Münster und im Münsterland vor Gruppen als Zeitzeugin, besonders verbunden war sie der nach ihr benannten Erna-de-Vries-Realschule an der Spichernstraße. 

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