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Schwindelerregende Arbeit am Rathausdach

Über den Dächern von Münster

Münster

Ziemlich steil ist das Dach des Rathauses, auf dem zurzeit neue Dachziegel aufgelegt werden. Zum ersten Mal seit dem Wiederaufbau des Rathauses wird das Dach neu eingedeckt. Regen tropfte zunehmend mehr durch den First und löste immer wieder die Rauchmelder aus.

Gabriele Hillmoth

Glück mit dem Wetter haben die Dachdecker, die an dem steilen Dach des Rathauses arbeiten und dort neue Hohlziegel decken. Sie haben keine Zeit für den tollen Blick über die Dächer, denn bis zum 11. November muss die Sanierung beendet sein. Foto: Matthias Ahlke

Die Dachpfannen liegen schon seit dem Wiederaufbau des historischen Rathauses auf dem Dach. Jetzt wird das Rathausdach in Münster zum ersten Mal neu eingedeckt. Dass es dem Giebelgebäude am Prinzipalmarkt ans Dach geht, hat aber auch einen besonderen Grund. Durch den First regnete es inzwischen durch. Die Regentropfen lösten wiederum die unter dem Dach angebrachten Rauchmelder aus.

Die Berufsfeuerwehr rückte mit mehreren Löschfahrzeugen an. Nachdem die Rauchmelder schließlich zum dritten Mal Alarm schlugen, wurden sie außer Betrieb genommen. „Was aber nur kurzfristig möglich war“, sagt Annegret Mantke vom Amt für Immobilienmanagement der Stadt.

Der undichte First und die teilweise gerissenen Pfannen auf dem extrem steilen Dach führten zu der Entscheidung, das Dach mit Hohlziegeln aus dem Ostwestfälischen neu einzudecken. Ziegel, die das Schattenspiel auf dem Dach besonders schön zeigen, sagt Dachdeckermeister Hans Neumann.

Das Amt für Immobilienmanagement der Stadt beauftragte den Münsteraner mit dieser Arbeit, gab aber auch ein enges Zeitraster vor. Denn spätestens zum Aufbau des Weihnachtsmarktes im Rathausinnenhof am 11. November muss die Baustelle wieder verschwunden sein.

Die Dachdecker arbeiten darum unter Volldampf. Jede Pfanne wird vorsorglich festgeklammert, erklärt Annegret Mantke das Vorgehen. Bisher war dagegen zum Schutz gegen Wind und Schnee nur jede dritte Pfannen festgemacht worden. Unter den Pfannen wurde auch eine Folie verspannt.

Eine Dämmung sei bereits beim letzten Umbau des Rathauses und Stadtweinhauses im Jahr 1997 direkt über dem Festsaal des Rathauses eingezogen worden.

Der Dachboden des Rathauses aber ist nach Angaben der Immobilienmanagerin ein kalter Raum mit einer riesigen Holzkonstruktion geblieben, der anderweitig nicht genutzt werden kann. Mehrfach schon führte Annegret Mantke Besucher auf die Baustelle. „Ehrfürchtig blicken stets alle auf das steile und hohe Dach, das vom Dachboden bis zum First 15 Meter misst“, sagt Annegret Mantke.

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