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Corona-Pandemie in Münster

Übernachtungszahl bricht ein: Halb so viele Besucher wie 2019

Münster

Die Gästebilanz war lange stabil: 1,4 Millionen Übernachtungen wurden jährlich in Münster gezählt. Doch dann kam Corona - und hat deutlich Spuren bei den Zahlen hinterlassen.

Gunnar A. Pier

Viele Hotelbetten blieben im vergangenen Jahr leer. Foto: dpa (Symbolbild)

Städte trifft es besonders hart: Weil in Corona-Zeiten nicht nur Touristen fehlen, sondern auch Kongressteilnehmer und Messebesucher, brechen in den Metropolen die Übernachtungszahlen noch deutlicher ein als auf dem Land. Münster verbuchte im vergangenen Jahr 712 673 Übernachtungen – das sind 48,6 Prozent weniger als im Vorjahr.

Nach einer Statistik, die das Statistische Landesamt am Dienstag veröffentlichte. kamen im Jahr 2020 genau 327 557 Gäste in münste­rischen Unterkünften an. ­Berücksichtigt wurden nur Beherbergungsbetriebe mit zehn oder mehr Betten. Im Jahr 2019 waren es noch 686 560 „Gästeankünfte“. Die Zahl ging demnach um 52,3 Prozent zurück.

Deutlich weniger Besucher aus dem Ausland

Dafür blieben die Menschen länger in der Stadt. Im Durchschnitt übernachteten sie im vergangenen Jahr 2,2 Mal – und damit zehn Prozent häufiger als im Vorjahr, als der Durchschnitt bei zwei Übernachtungen lag.

Gäste aus dem Ausland blieben in beiden Jahren 1,8 Nächte – doch der Rückgang der absoluten Zahlen ist noch deutlicher als bei den inländischen Besuchern. So kamen 66 Prozent weniger Gäste und sorgten für 64,9 Prozent weniger Übernachtungen.

Der Geschäftstourismus fehlte

Den Hauptgrund für die Misere sieht die Leiterin von Münster Marketing, Bernadette Spinnen, im fehlenden Geschäftstourismus. In einer Pressemitteilung verweist die Stadt auf eine Studie des Münchner DWIF Instituts, wonach Kongresse, Tagungen, Fortbildungen und klassische Geschäftsreisen für rund 65 Prozent der Übernachtungen in Münster sorgen.

Auch der Wegfall großer Veranstaltungen wie der Weihnachtsmärkte sei deutlich spürbar. „Die Auswirkungen trafen den gesamten Standort: Es gab weniger Besucher in Restaurants und Geschäften, weniger Gruppen besuchten die Museen oder buchten Stadtführungen“, so Spinnen.

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