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Corona-Impfung

UKM-Experten empfehlen Mitarbeitern Astrazeneca-Impfstoff

Münster

Allen Mitarbeitenden am Uniklinikum wird eine Impfung mit dem kürzlich in Kritik geratenen Impfstoff von Astrazeneca ausdrücklich empfohlen. Der Expertenrat der Klinik weist in einem Schreiben an das Klinikpersonal ausdrücklich darauf hin, dass der Impfstoff sicher und wirkam sei.

Ralf Repöhler/pd

Führende Mediziner des UKM empehlen ihren Mitarbeitern ausdrücklich, sich mit dem Impfstoff von Astrazeneca impfen zu lassen. Entgegen jüngst aufgekommer Kritik sei der Impfstoff sicher und wirksam, so die Experten. Foto: dpa

Ein Expertenrat am Universitätsklinikum Münster (UKM) um den Ärztlichen Direktor Prof. Dr. Hugo Van Aken unterstützt eine möglichst schnelle Impfung aller rund 10.000 UKM-Mitarbeitenden mit dem durchaus in die öffentliche Kritik geratenen Impfstoff von Astrazeneca. Bislang werden die Mitarbeiter mit Moderna geimpft, doch die Lieferungen seien nach Angaben einer UKM-Sprecherin endlich.

5800 Impfdosen seien bis Ende kommender Woche verimpft. Dann könnten Impfungen mit Astrazeneca je nach Liefermenge erfolgen. „Der Impfstoff ist viel besser als sein Ruf“, schreibt der UKM-Expertenrat an die Mitarbeiter. Mit rund 70 Prozent Effektivität liege er zum Teil weit über den Werten anderer Impfstoffe, beispielsweise gegen die Grippe. Bei der Verhinderung einer schweren Covid-19-Erkrankung sei der Astrazeneca-Impfstoff genauso hochwirksam wie die Impfstoffe von Biontech und Moderna, heißt es in dem Schreiben weiter.

UKM bietet allen Mitarbeitern den Impfstoff an

Vorübergehende Beschwerden nach der Impfung, wie Schmerzen an der Einstichstelle, Fieber, Kopfschmerzen oder Muskelschmerzen lägen im Rahmen der zu erwartenden Reaktionen, die auch aus den Studien bekannt sind. "Solche Reaktionen treten zwar recht häufig auf, bleiben aber meist leicht und sind nach rund 24 Stunden wieder abgeklungen", heißt es weiter.

Um schnell einen vollständigen Schutz für alle Mitarbeitenden des UKM als systemrelevante Institution zu erhalten, habe sich der Vorstand entschlossen, allen bisher nicht geimpften Mitarbeitenden die Impfung mit dem Astrazeneca-Impfstoff anzubieten.

UKM-Expertenrat

Ausschlaggebend dafür seien zum einen der persönliche Schutz des Einzelnen vor einem schweren Verlauf einer schweren Covid-19-Erkrankung und auf der anderen Seite die Verantwortung der Mitarbeitenden gegenüber den Patienten und nicht zuletzt auch gegenüber der Gesellschaft. "Ein anderer Impfstoff wird für mehrere Monate nicht zur Verfügung stehen", schreibt der Expertenrat.

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