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Parkproblematik

UKM-Mitarbeiter sorgen für Frust bei Anwohnern in Sentrup

Münster

Das UKM will sich am Coesfelder Kreuz vergrößern. Anwohnern aus Sentrup befürchten daher, dass sich die Parkproblematik in ihrem Stadtteil weiter verschärfen wird. Die CDU fordert das UKM daher auf, kostenlose Parkplätze zur Verfügung zu stellen. Die Grünen sehen das anders.

Von Joel Hunold

Das UKM hat zwar Parkhäuser, aber viele Mitarbeiter parken trotzdem im Umfeld. Foto: Oliver Werner

Das Uniklinikum baut am Coesfelder Kreuz ein neues Service-Center (wir berichteten). Auch ein neues Parkhaus ist geplant. Dennoch sorgen sich Anwohner aus Sentrup, dass sich die Parkproblematik in ihrem Stadtteil weiter verschärft. „Es gibt schon heute erhebliche Parkraumprobleme auf der Sentruper Höhe“, sagte Nicholas Philipp Reuting (CDU) in der Sitzung der Bezirksvertretung West.

Das liege auch daran, dass sich das UKM seit Jahren weigere, kostenlose Parkplätze in deren Parkhäusern zur Verfügung zu stellen. „Neue Parkhäuser sind schön und gut, aber sie lösen das Problem nicht“, sagt Reuting. Das Problem werde sich weiter in die Nebenstraßen verlagern. „Wir müssen das UKM gemeinsam überzeugen, dass das nicht geht“, sagt er. Während Sentrup an Autos überquelle, seien die Parkhäuser oft nicht belegt.

"Neues Parkhaus wird das Problem nicht lösen"

Dem stimmte auch Karina Kuschewski (Grüne) zu. „Über ein neues Parkhaus werden wir das Problem nicht lösen.“ Statt nur auf kostenlose Parkhäuser zu setzen, plädiert sie dafür, langfristig die ÖPNV-Anbindung ans UKM zu verbessern. Besonders morgens gebe es keine gute Verbindung dorthin, sodass die Mitarbeiter mit dem Auto kommen müssen. „Die UKM-Mitarbeiter haben selbst keine Lust, weit weg auf der Sentruper Höhe zu parken“, sagt Kuschewski.

Ihre Fraktionskollegin Anke Pallas sagte, bei weiter steigenden Benzinkosten seien ein paar Euro fürs Parken bald nicht mehr der ausschlaggebende Faktor, vielmehr „müssen wir die Leute einladen, Bus zu fahren“. Dem stimmte auch Reuting zu, doch „kurzfristig können wir keine 20 neuen Buslinien auf die Straße bringen“.

Die BV möchte nun Gespräche mit UKM und Stadtwerken führen.

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