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Demo der Friedensschule

1500 Schüler setzen Zeichen für den Frieden

Münster

Unter den 1500 Schülern der Friedensschule, die am Donnerstag für Frieden in der Ukraine demonstrieren, sind auch Kinder, die aus dem Kriegsgebiet geflüchtet sind. In bewegenden Worten wendet sich ein Mädchen an die Schulgemeinschaft.

Von Karin Höller

Die 1500 Schüler der Friedensschule demonstrierten mit ihren Lehrern für Frieden in der Ukraine und zogen um den Aasee. Foto: Oliver Werner

Ihre Heimatstadt Charkiw in der Ostukraine liegt in Trümmern. Jetzt steht Alina (17) mutig auf der Aula-Tribüne in der Friedensschule vor 1500 Schülern und bringt ihre neu erworbenen Deutschkenntnisse in wenigen bewegenden Worten vor: „Ich möchte Danke sagen, dass Sie geholfen haben. Ich hoffe, dass bald Frieden kommt.“

Sie geht seit einer Woche mit ihrer zehnjährigen Schwester Viktoria in die Friedensschule, lernt eifrig mit dem zur Verfügung gestellten i-Pad und der Unterstützung von drei Lehrern, die russisch beziehungsweise ukrainisch sprechen und nimmt am Freitagmorgen am großen Friedensmarsch der 1500 Friedensschüler um den Aasee teil.

Sammelaktion für Kinder in Not

Es gehe darum, ein Zeichen gegen den so viel Leid verursachenden Krieg in der Ukraine zu setzen, der auch den Kindern und Jugendlichen in Münster „ans Herz geht, der fassungslos und wütend macht“, so Schulleiter Ulrich Bertram. Und: „Wir wollen uns selbst Mut machen in einer Zeit, die viele so mutlos macht.“

Mitleid und Solidarität mit den Opfern zeigen die Schüler an diesem Morgen in ihren Redebeiträgen. Und da viele Menschen viel bewirken können, wird anlässlich der Friedensdemonstration Geld für das Projekt „Nothilfe Ukraine“ des UN-Kinderhilfswerks Unicef gesammelt. Denn mehr als die Hälfte aller ukrainischen Kinder sind auf der Flucht, da ihre Situation von Tag zu Tag dramatischer wird.

Es fehlt an Wasser, Nahrung und Medizin

Viele sind traumatisiert, und es fehlt an sauberem Wasser, Nahrung und medizinischer Hilfe, wie Vertreter der Unicef-Hochschulgruppe auf der Aula-Bühne erklären. Unicef versorgt geflüchtete Familien in der Ukraine und in den Nachbarländern mit dem Nötigsten: mit Lebensmitteln, Wasser, Hygieneartikeln, wärmender Kleidung und Erste-Hilfe-Sets.

Für die Friedensdemonstration um den Aasee haben die Schüler Transparente vorbereitet – überall leuchten Peace-Zeichen und weiße Tauben auf blau-gelbem Grund, den Nationalfarben der Ukraine.

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