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Krankenhaus-Schutzkleidung

Uniklinik will Kittel von van Laack verwenden

Münster

An der Uniklinik in Essen wurden Kittel der Firma van Laack für nicht tauglich befunden, am UKM in Münster hat man die dort gelagerten Exemplare noch einmal getestet – und kommt zu einem ganz anderen Schluss.

Björn Meyer

Ein Mund-Nasen-Schutz der Modefirma van Laack Foto: dpa/Rolf Vennenbernd (Symbolbild)

In Essen hat die dortige Uni-Klinik 40.000 Schutzkittel ausgemustert, die durch die Modefirma van Laack hergestellt worden waren. Sie sollen demnach für den Klinikalltag nicht geeignet sein und schnell reißen. Die Angelegenheit hat auch eine politische Dimension, weil laut übereinstimmenden Medienberichten Modeblogger Johannes Laschet, Sohn von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, den Kontakt zwischen Land und Unternehmen vermittelt hat. Dass auch am Universitätsklinikum in Münster Kittel der Firma van Laack aufgrund ihrer Qualität nicht verwendet werden – eine Information, die im Netz kursiert – ist allerdings falsch.

28.800 Kittel von van Laack am UKM

Bislang habe man die 28.800 Kittel von van Laack, die man vorrätig habe, einfach noch nicht gebraucht, teilte eine Sprecherin des Uniklinikums auf Anfrage unserer Zeitung mit, daher seien die Kittel noch nicht im Einsatz. Das UKM aber plane mit den Kitteln. Denn damit nicht genug, die Abteilung Materialwirtschaft am UKM hat eine zusätzliche Prüfung der Kittel vorgenommen. Dabei sei zweifelsfrei festgestellt worden, dass die Produkte die europäische Norm DIN EN 14126:2004 einhalten würden. Damit stehe dem klinischen Einsatz nichts entgegen, so die UKM-Materialwirtschaft.

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