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Produktion von „grünem“ Wasserstoff

Unternehmen aus Münster baut Wasserstoff-Campus

Münster

Die klimaschonende Produktion von grünem Wasserstoff ist in aller Munde. In Münsters Nachbarschaft, in Saerbeck, entsteht nun ein Wasserstoff-Campus für das Unternehmen Enapter. Der Bau wird von einem münsterischen Unternehmen realisiert.

Von und

So soll der Enapter Wasserstoff-Campus aussehen. Foto: Goldbeck GmbH

Nach der Planung ist vor dem Bau: Die Enapter AG realisiert in der Klimakommune Saerbeck eine Elektrolyseurproduktion mit bis zu 300 Arbeitsplätzen. Im Januar hatte Goldbeck dafür den Generalplanungsauftrag erhalten. Nun ist die münsterische Niederlassung des Bau- und Immobilienunternehmens auch mit der baulichen Umsetzung des ersten und zweiten Bauabschnitts des neuen Enapter Wasserstoff-Campus beauftragt worden., wie es in einer Pressemitteilung von Goldbeck heißt.

Geplant sind unter anderem Logistik- und Produktionshallen, Büro- sowie Forschungs- und Entwicklungsgebäude. Der Spatenstich erfolgt Mitte September dieses Jahres. Bereits ab Ende 2022 will Enapter am neuen Standort die ersten modularen Systeme zur Herstellung von grünem Wasserstoff produzieren. Auch beim Bau spielt das Thema Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle.

Fläche von gut 23 000 Quadratmetern

In gut einem Monat beginnt der Bau des neuen Enapter Wasserstoff-Campus. Die Bauanträge der ersten beiden Bauabschnitte sind inzwischen eingereicht. „Wir sind glücklich und stolz, bei diesem für die künftige Energieversorgung wegweisenden Projekt mitzuwirken“, sagt Christian Terwey, Niederlassungsleiter von Goldbeck Münster.

v.l.n.r. Jens-Dieter Gruß (Goldbeck), Martin Balßen (Goldbeck), Tim Markmann (Enapter), Christian Terwey (Goldbeck) freuen sich gemeinsam über den frisch unterzeichneten Vertrag. Foto: Goldbeck GmbH

Auf dem Enapter Wasserstoff-Campus sollen zunächst auf einer Fläche von gut 23 000 Quadratmetern Produktions- und Logistikhallen inklusive Testbereich und Reinräumen sowie ein Büroanbau entstehen. Diese Gebäude bilden den ersten von vier Bauabschnitten, für den Mitte September der Spatenstich erfolgt. Mitte Oktober schließt der Beginn des zweiten Abschnitts direkt an. Hier fertigt Goldbeck auf 5000 Quadratmetern ein Laborgebäude, in dem Enapter die Forschung und Entwicklung ihrer Produkte betreibt. Die Fertigstellung beider Bauabschnitte ist für die zweite Jahreshälfte 2022 geplant. „Die zügige Umsetzung war ein Grund, auf Goldbeck zu setzen“, sagt Jan-Justus Schmidt, Mitgründer und Geschäftsführer von Enapter.

Über Enapter

In der ersten Ausbaustufe will Enapter in Saerbeck pro Jahr 120 000 modulare Elektrolyseur-Einheiten herstellen. Dies sind Wasserstoffgeneratoren, die es ermöglichen, auf Basis der sogenannten Anionenaustauschmembran-Technologie (AEM) erneuerbare Energien in grünem Wasserstoff zu speichern – ohne fossile Brennstoffe und Kohlendioxid-Emissionen. „Dass wir als Bauunternehmen auch Gebäude errichten, in denen in Zukunft eine klimafreundliche Energiegewinnung betrieben wird, ist für uns ein besonderer Ansporn, so Terwey weiter. Enapter möchte den Preis für grünen Wasserstoff deutlich senken und damit einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel leisten. Die Gemeinde Saerbeck, der Kreis Steinfurt und die Bezirksregierung Münster haben sich für den Enapter Wasserstoff-Campus stark gemacht.

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