1. www.wn.de
  2. >
  3. Münster
  4. >
  5. Verdoppelte Intensivstation

  6. >

Umbau am Evangelischen Krankenhaus

Verdoppelte Intensivstation

Münster

Bis zum Jahreswechsel soll die Kapazität der Intensivstation am Evangelischen Krankenhaus verdoppelt werden. Dies bedeutet künftig auch einen erhöhten Bedarf an qualifiziertem Fachpersonal.

wn

Dr. Peter Kalvari (Chefarzt Innere Medizin und Ärztlicher Direktor, v.l.), Martina Luke (Abteilungsleitung Intensivstation), Dr. Marco Püschel (Oberarzt Anästhesie), Dr. Verena Lange, Dirk Böwer (Pflegedienstleitung), Michael von Helden, Architekt Heinz Gockel und Dr. Matthias Hellwig (Oberarzt Anästhesie) vor der Baustelle. Foto: EVK

Am Evangelischen Krankenhaus Johannisstift Münster (EVK) entsteht zurzeit eine Intensivstation mit doppelter Größe: Statt wie bislang fünf Betten wird die neue Abteilung über zehn Intensivplätze verfügen. Die Fertigstellung ist zum Jahreswechsel geplant, heißt es in einer Pressemitteilung.

Für die insgesamt 420 Quadratmeter große Station wird ein Teil des ersten Stockwerks umgebaut. „Zusätzlich entsteht an der Rückseite des Gebäudes zum Hof hin ein Anbau. Bis zum Juni soll der Rohbau fertiggestellt sein, sodass wir anschließend mit den Innenarbeiten beginnen können“, hofft Michael von Helden, der kaufmännische Direktor des EVK. „Der laufende Betrieb unserer Intensivstation ist von den Bauarbeiten nicht betroffen.“ Wenn die neue, größere Station in Betrieb genommen wird, bedeutet dies natürlich auch einen erhöhten Bedarf an qualifiziertem Fachpersonal. Zurzeit läuft noch die Personalauswahl, es sind Stellen ausgeschrieben.

Der Ausbau der Intensivstation ermöglicht zudem die Erweiterung der langjährigen engen Kooperation mit dem Universitätsklinikum Münster insbesondere im Bereich der Intensivmedizin. Dazu gehört aufgrund der altersmedizinischen Kompetenz des EVK auch die Weiterbehandlung von älteren Patienten, die nach Abschluss der Akutbehandlung von einer künstlichen Beatmung entwöhnt werden müssen, den sogenannten Weaning-Patienten. „Dieser Prozess kann mehrere Wochen dauern. Er muss behutsam erfolgen und erfordert eine aufeinander abgestimmte multiprofessionelle und interdisziplinäre Zusammenarbeit von Intensivmedizinern, Intensivpflegepersonal, Geriatern, Logopäden, Physio-, und Schmerztherapeuten, klinischen Pharmakologen und nicht zuletzt Seelsorgern und Sozialarbeitern“, erklärt Dr. Verena Lange, Chefärztin der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am EVK.

Im vergangenen Jahr feierte das EVK Münster das 15-jährige Bestehen seiner Geriatrie. „Mit seinem breit gefächerten altersmedizinischen Angebot ist es heute einzigartig für Münster und die Region“, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die Abteilungen für Akutgeriatrie und Frührehabilitation, die Geriatrische Tagesklinik und die Demenzstation decken innerhalb eines einzigen Hauses die Bandbreite des geriatrischen Bedarfs ab.

Auch Innere Medizin, Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie sowie Palliativmedizin seien mit altersgerechten Konzepten – etwa für die Narkose, zur Linderung von chronischen Schmerzen oder bei der Zusammenstellung der Medikation – speziell auf die Bedürfnisse im höheren Lebensalter ausgerichtet. Verschiedene auch ambulante Therapiemöglichkeiten seien weitere Eckpfeiler der altersmedizinischen Kompetenz des Hauses.

Startseite