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Neues Projekt des Vereins Bürgernetz

Eine Enzyklopädie des Friedens

Münster

Zum Jubiläum „375 Jahre Westfälischer Frieden“ im Jahr 2023 will der Verein Bürgernetz Friedensorte in Münster in einem „Friedenswiki“ sammeln. Für das neue Projekt werden nun fleißige Autorinnen und Autoren gesucht.

Dr. Susanne Götz (l.) und Katja Angenent Foto: Simon Beckmann

Die ersten Artikel im „Friedenswiki Münster“ sind schon angelegt – und wenn es nach dem Verein Bürgernetz geht, sollen noch viele weitere folgen. „Mit Blick auf das Jubiläum ,375 Jahre Westfälischer Frieden‘ im nächsten Jahr wollen wir digital die Friedensorte in Münster erfassen und auf einer Seite sichtbar machen“, erklärt Dr. Susanne Götz die Idee für das Projekt, das Ende August online gegangen ist.

Seitdem rührt der Verein kräftig die Werbetrommel, um weitere Autorinnen und Autoren für das Wiki, das sich schwerpunktmäßig mit der Geschichte und der aktuellen Situation der Friedensstadt Münster beschäftigt, zu finden.

Einfaches Konzept

Das Konzept dahinter ist nämlich denkbar einfach: Jeder, der Zeit und Lust hat, kann mitwirken. „Dafür ist nur eine kurze Registrierung notwendig“, sagt Katja Angenent vom Verein Bürgernetz. „Danach kann schon losgelegt werden.“ Wie bei der großen Enzyklopädie Wikipedia können auch im münsterischen „Friedenswiki“ Artikel von jeder und jedem angelegt, bearbeitet, redigiert und aktualisiert werden. „Das Schöne an einem Wiki ist der Gemeinschaftsgedanke. Es ist eine Spielwiese zum Schreiben, aber auch zum Diskutieren“, sagt Angenent.

Die Startseite des „Friedenswiki“ Foto: Simon Beckmann

Aktuell gehe es dem Verein erst einmal darum, dass Artikel geschrieben werden. Diese müssten nicht lang und ausgefeilt sein, sondern würden auch schon in Kurzform genügen, um einen weiteren Friedensort – damit ist beim Wiki nicht unbedingt eine Adresse, sondern sind vielmehr auch Veranstaltungen und Personen gemeint – hinzuzufügen. Perspektivisch kann dann gemeinschaftlich auch noch über die Struktur, Kategorien oder andere (Recherche-)Aspekte gesprochen werden. „Am Ende sollen im ‚Friedenswiki‘ viele Sachen rund um das Thema Frieden gebündelt auf einer Seite schnell auffindbar sein“, erzählt Götz, die darauf hinweist, dass bei geschriebenem Unfug oder Artikeln mit unpassender Thematik von Seiten des Vereins eingegriffen werde.

Gute Erfahrungen

„Wir gehen aber nicht von Schwierigkeiten aus“, sagt sie mit Blick auf die guten Erfahrungen mit dem vor etlichen Jahren ins Leben gerufene „Münsterwiki“. Dieses weist mittlerweile mehr als 4000 Artikel auf.

Um nun beim „Friedenswiki“, das vom Friedensbüro der Stadt gefördert wird, die ersten Hürden zu nehmen, lädt der Verein Bürgernetz am Montag (17. Oktober) von 16 bis 19 Uhr zur Schreibwerkstatt in die Räumlichkeiten am Verspoel 7-8 ein. Digital findet am Mittwoch (9. November) ab 18.30 Uhr noch einmal eine Schreibwerkstatt statt.

Bei Fragen und Anregungen zum Wiki können sich Interessierte an den Verein Bürgernetz wenden (0251/54535 oder via Mail an buene@muenster.org).

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