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Haftbefehl vollstreckt

Verstoß gegen Maskenpflicht endet im Gefängnis

Münster

Die Bundespolizei hat im Hauptbahnhof Münster einen Haftbefehl vollstreckt, der gegen einen 55-Jährigen vorlag. Der Mann ist den Beamten aufgefallen, weil er gegen die Maskenpflicht verstoßen hat.

Weil ein 55-Jähriger im Hauptbahnhof Münster keine medizinische Maske getragen hat, wurde die Polizei auf ihn aufmerksam. Jetzt sitzt er in Haft. Foto: dpa (Symbolbild)

Der Verstoß gegen die Maskenpflicht hat einem 55-Jährigen einen längeren Aufenthalt in einer Justizvollzugsanstalt beschert. Beamte der Bundespolizei haben den Mann laut einer Mitteilung am Hauptbahnhof Münster getroffen. Da er statt einer medizinischen Maske nur ein Tuch vor dem Mund trug, überprüften die Beamten ihn.

Dabei stellte sich nach Angaben der Bundespolizei heraus, dass der Mann durch die Staatsanwaltschaft Münster per Haftbefehl gesucht wurde. Er hatte knapp 1200 Euro zu zahlen oder 110 Tage Haft zu verbüßen. Der Gesuchte war Ende 2020 vom Amtsgericht Borken wegen zwei gefährlicher Körperverletzungen und einer Bedrohung verurteilt worden, hatte die Geldstrafe nicht bezahlt und war untergetaucht. Da der Gesuchte die Strafe nicht bezahlen konnte, wurde er in die nächste Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Weiteres Strafverfahren eingeleitet

Darüber hinaus hat die Bundespolizei gegen den Verhafteten ein neues Strafverfahren wegen des unerlaubten Aufenthalts in Deutschland eingeleitet. Da der Mann in den Niederlanden Asyl beantragt hat, ist er laut Mitteilung der Bundespolizei nicht zur Einreise nach Deutschland berechtigt.

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