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Theaterfest läutet neue Spielzeit ein

Viel Spaß an bunter Garderobe

Münster

Zwei Mal fiel das Theaterfest wegen Corona aus. Umso lebhafter und bunter ging es jetzt im Theater Münster zu.

Von Klaus Möllers

Spaß hatte diese Besucherin beim Ausprobieren des Kostüms. Ihr Partner verkleidete sich für ein paar Minuten als König. Foto: klm

Lieber als glitzernde Frucht verkleidet oder mit dem Marienkäfer-Kostüm im Kleid-Zuschnitt? Kurz: Jemand anderes sein, die Fantasie leben lassen – das war bei den Besuchern des Fests des Theaters Münster am Samstag besonders gefragt. Auswahl war vorhanden. Der Fundus bot reichlich Garderobe für einen spontanen Rollenwechsel. Und die Mitarbeiter halfen auf Wunsch bei Auswahl und Ankleiden.

Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause fand das Theaterfest zu Beginn der neuen Spielzeit wieder statt. Viel verändert hatte sich – zur Freude mancher Gäste – nicht, doch das neue Leitungsteam setzte auch eigene Akzente. „Das Theaterfest hat eine lange Tradition“, sagte Schauspieldirektor Remsi Al Khalisi auf Nachfrage. „Für uns – also die Intendantin, die Tanzdirektorin, die Leiterin des Jungen Theaters und mich – ist es das erste Fest. Die Requisite, die Maske, die technischen Abteilungen, Assistenten und tagsüber auch Schauspieler und Sänger, alle sind sie auf den Beinen. Selbst die Verwaltung hat Kuchen gebacken.“

Für das Schauspiel habe sich die Leitung etwas einfallen lassen, „wo sich das Ensemble darstellen kann“, so Al Khalisi. Lesungen, Songs im Foyer des Kleinen Hauses, offene Proben im Großen Haus. Für Kinder gaben Ausschnitte aus dem Programm des Jungen Theaters sowie Lesungen und Mitmachaktionen Einblicke.

Barfuß über den Bühnenboden

Besuch auf der Probenbühne 4: Hier, wo sonst die Künstler unter sich sind, ging Schauspieler Christian Bo Salle mit Erwachsenen und Kindern im Workshop erste Schritte, ohne Schuhe. Er wollte ihnen ein Gefühl für den Boden sowie Füße und Beine darauf vermitteln. „Wenn wir nicht fest stehen und uns aus diesem Gefühl heraus auf der Bühne bewegen, können wir die Rollen nicht gut spielen“, erklärte er.

Im Foyer des Großen Hauses unterhielt ein Quartett samt Flügel. Im Theatertreff wurde plattdeutsche Literatur vorgelesen. Viel Auswahl, viel Abwechslung, bevor nach der ersten Premiere am Nachmittag – ein Musiktheater für Kinder – der Tanzabend „Furien“ die Saison final eröffnete.

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